ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2001Genexpressionsprofile bei erblichem Brustkrebs

MEDIZIN: Referiert

Genexpressionsprofile bei erblichem Brustkrebs

Dtsch Arztebl 2001; 98(14): A-927 / B-789 / C-747

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LNSLNS Zahlreiche Fälle von erblichem Brustkrebs lassen sich auf Mutationen im
BRCA1- und BRCA2-Gen zurückführen. Jetzt ist es mittels Genanalyse gelungen, auch unterschiedliche Genexpressionsprofile dieser verschiedenen Tumorentitäten nachzuweisen, die durch Analyse von mindestens 176 unterschiedlichen Genen eine signifikante Abgrenzbarkeit dieser Tumorarten voneinander und vom sporadisch auftretenden Mammakarzinom zulassen. Da Patienten mit erblichen Mammakarzinomen ein lebenslanges Risiko für Brustkrebs in Höhe von 50 bis 85 Prozent und für Ovarialkarzinom von 15 bis 45 Prozent haben, ist der Nachweis beispielsweise von BRCA1-Mutationen oder ihrer Genprodukte Anlass, eine prophylaktische Mastektomie der kontralateralen Brust und eine Ovarektomie zu erwägen, um die Lebenserwartung dieser Patienten zu erhöhen. Zukünftig lässt sich darüber hinaus erwarten, dass die genetisch unterschiedlichen Tumoren nach entsprechender Klassifikation auch unterschiedlichen, im Einzelfall besser wirksameren Therapien zugeführt werden können. acc

Hedenfalk I et al.: Gene-expression profiles in hereditary breast cancer. N Eng J Med 2001; 344: 539–548.
Dr. Trent, National Human Genome Research Institute, National Institutes of Health, Bldg. 49, Rm 4A22, Bethesda, MD 20892–4470, USA.

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