ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2001MAGhaler: Wirkstoff für jeden Hub „frisch zubereitet“

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

MAGhaler: Wirkstoff für jeden Hub „frisch zubereitet“

Dtsch Arztebl 2001; 98(14): A-935 / B-716 / C-656

Bischoff, Angelika

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LNSLNS Seit Beginn dieses Jahres sind Salbutamol, Terbutalin, Fenoterol, Reproterol und Orciprenalin nicht mehr als FCKW-haltige Dosieraerosole im Handel erhältlich. Bei anderen in der Asthmatherapie eingesetzten Substanzen gibt es noch keinen definitiven Stichtag. Aber für Corticoide gilt es als ziemlich sicher, dass sie sich als FCKW-haltige Aerosole bis zum 1. Januar 2002 verabschieden müssen.
Unter dem Zwang zum FCKW-Ausstieg hat sich die Technologie der Inhalationssysteme ein gutes Stück fortentwickelt. Feucht- oder Pulverinhalationssysteme mit Einzel- und Multidosen, Dosieraerosole mit alternativen Treibgasen mit und ohne Inspirationstriggerung kamen auf den Markt. Bei Mundipharma (Limburg) wurde mit dem MAGhaler® ein neuartiges Pulverinhalationssystem zur Applikation von Budesonid und Salbutamol entwickelt.
Die Wirksubstanzen sind mit Lactose hochkomprimiert als monolithische Ringtablette verpresst (Respicort® und Salmundin® MAGtab®). Bei jeder Auslösung des Systems wird mit einer gehärteten Keramikfräse eine definierte Menge an der Oberfläche dieser Tablette abgenommen und steht zur sofortigen Inhalation bereit. Jeder Hub aus dem Pulversystem wird bei Bedarf frisch hergestellt. Die Fräse wird durch einen mechanischen Federmotor angetrieben.
Jedes herkömmliche Pulver muss zunächst aus dem Vorrat mobilisiert und desagglutiniert werden, bevor es inhalierfähig ist. Diese Vorgänge, für die als Energiequelle der Inspirationsfluss des Patienten dient, entfallen bei der „In-situ-Mikronisierung“ mit dem MAGhaler. Deshalb genügt beim MAGhaler auch ein geringes Atemzugsvolumen, um eine vollständige Dosis zu inhalieren, während die Güte der Inhalation aus einem herkömmlichen Pulversystem stark vom Inspirationsfluss abhängig ist. Die Inhalation aus dem MAGhaler führt bei einem inspiratorischen Fluss von 30 l und 60 l pro Minute zu einer vergleichbaren Deposition in den Bronchien.
Dr. med. Angelika Bischoff
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