ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Ambulante Psychiatrie: Ethik versus Budget

AKTUELL

Ambulante Psychiatrie: Ethik versus Budget

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-950 / B-793 / C-740

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Höhere Lebensqualität
Auf den Widerspruch zwischen Ethik und Budgetzwang bei der Versorgung psychisch Kranker hat der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater, Priv.- Doz. Dr. med. Albert Zacher, hingewiesen. Er sprach bei einem Symposium der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen am 4. März in Berlin. Die Qualität der Psychiatrie habe sich entscheidend verbessert, sodass nur noch halb so viele Patienten stationär behandelt werden müssten wie vor 30 Jahren. Doch die zu knapp bemessenen Arzneimittelbudgets verhinderten, dass moderne Psychopharmaka, die eine ambulante Behandlung förderten, ausreichend zum Einsatz kämen. Die neuen Arzneimittel kosteten zum Teil das Zehnfache der klassischen Medikamente, hätten aber eine spezifischere Wirkung, geringere Nebenwirkungen und verursachten weniger Dauerschädigungen. Das verringere die Folgekosten.
Zacher betonte, dass eine ambulante Versorgung nicht nur billiger sei als die stationäre, sondern auch ermögliche, dass die Patienten im gewohnten Umfeld lebten und weiterhin arbeiten könnten.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema