ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Laien dürfen unter bestimmten Bedingungen defibrillieren

POLITIK: Medizinreport

Laien dürfen unter bestimmten Bedingungen defibrillieren

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-964 / B-813 / C-769

EB

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LNSLNS Die Mehrzahl der Patienten mit plötzlichem Herztod weist initial Kammerflimmern auf. Je früher die Defibrillation erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens ohne bleibende körperliche Schäden. Erfahrungsberichte aus aller Welt haben gezeigt, dass medizinische Laien nach entsprechender Unterweisung die automatisierte externe Defibrillation sicher und erfolgreich durchführen können und dass dadurch die Überlebensrate erheblich gesteigert werden kann.
Die Bundes­ärzte­kammer hat daher nun entschieden, dass eine früh einsetzende Defibrillation im Rahmen eines Notfalls unter definierten Voraussetzungen auch durch Nichtärzte mit angemessenem Ausbildungsstand durchgeführt werden kann. Die Ausbildung unter ärztlicher Fachaufsicht muss neben den Maßnahmen der kardiopulmonalen Reanimation auch die sachgerechte Handhabung des automatisierten externen Defibrillators beinhalten. Für diese Aufgabe soll der ärztliche Ausbilder als Notarzt mindestens über eine dreijährige Einsatzerfahrung verfügen oder intensivmedizinisch erfahren sein. Zudem sind Kenntnisse der Durchführung notfallmedizinischer Aus- und Fortbildungsmaßnahmen erforderlich. EB

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