ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Bundeswehreinsatz: Kein guter Stil

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Bundeswehreinsatz: Kein guter Stil

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-978 / B-810 / C-758

Müller-Lorenz, A.

Auf den Leserbrief „Kein Ruhmesblatt“ von Dr. Willy Kemmer, der sich auf den Beitrag „Bundeswehreinsatz in Ost-Timor: Medizinische Mission“ in Heft 1–2/2001 bezog, antwortet der Autor:
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LNSLNS Die Entsendung bewaffneter Streitkräfte als außenpolitische Maßnahme eines souveränen Staates findet in der Öffentlichkeit ein breites Diskussionsforum. Die Entsandten selbst können nicht mitdiskutieren, sie folgen als Soldaten entsprechenden Befehlen. Die Aufgabenstellung des deutschen Sanitätskontingents in Ost-Timor wurde denn auch nicht vor Ort ausgewürfelt, sondern von den Australiern als „lead nation“ verbindlich vorgegeben. Die einheimische Bevölkerung Ost-Timors wurde demnach nur in Ausnahmefällen (dann aber doch!) in den Militärlazaretten behandelt und auch ausgeflogen.
Bei allem Verständnis für Kritik sollte diese ein gewisses Niveau nicht unterschreiten, auch wenn sich das Szenario „down under“ abspielte. Die Bundeswehrmission als mit Steuergeldern finanzierte halbjährige Kneipentour darzustellen ist jedenfalls kein guter Stil.
Dr. med. A. Müller-Lorenz, Groten Diek 12, 22927 Großhansdorf
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