ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Leitlinien: Sprachliches

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Leitlinien: Sprachliches

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-978 / B-810 / C-758

Alieff, Alexander

Zu dem Beitrag „Entscheidungshilfen für Arzt und Patienten“ von Dr. rer. pol. Harald Clade in Heft 6/2001:
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LNSLNS Die Botschaft ist klar, der Artikel missverständlich. Sind es nun evidenzbasierte medizinische Leitlinien oder Leitlinien „on evidence
based medicine“. Sollte hier nicht besser der Ausdruck „auf Beweis gestützt“ benutzt werden, um Missverständnisse nicht zuzulassen?
. . . Das Wort Leitlinien ist abhängig von der Bedeutung, die man ihm zumisst. Juristen neigen eher dazu, sie als strenge Richtschnur zu beurteilen. Uns Ärzten sind sie ein empfohlener Weg, den wir bei Diagnostik und Therapie beschreiten sollen, aber im Hinterkopf sollten wir auch den Ausnahmefall behalten. Mein hochverehrter Lehrer, Prof. Veit in Köln, gab uns Studenten den klugen Satz mit auf den Weg: „Der Mensch ist kein Lehrbuchschema!“ Deshalb gehört das Wort „Medizinische Leitlinien“ in kein Gesetzbuch.
Dr. med. Alexander Alieff, Blockstraße 12, 52511 Geilenkirchen-Müllendorf
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