ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Lexikon der Selbstbehandlung. Krankheiten und Beschwerden, Selbstdiagnose

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Lexikon der Selbstbehandlung. Krankheiten und Beschwerden, Selbstdiagnose

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-980 / B-812 / C-760

Beske, Fritz; Fischer, Gisela C.; Cranz, Hubertus

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Ergänzende Lektüre
Fritz Beske, Hubertus Cranz, Gisela C. Fischer: Lexikon der Selbstbehandlung. Krankheiten und Beschwerden, Selbstdiagnose: Symptome, Selbstmedikation: Möglichkeiten. edition q in der Quintessenz Verlags-GmbH, Berlin, 2000, 292 Seiten, 39,80 DM David R. Goldmann (Hrsg.): Praxishandbuch Medizin & Gesundheit. Wissen · Ratschläge · Selbsthilfe. In Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst und dem Universitätsklinikum Essen. Dorling Kindersley Verlag, München u. a., 2000, 1104 Seiten, über 2000 farbige Abbildungen, gebunden, im Schuber, 22,5 × 19,5 cm, 98 DM
Gesundheitsratgeber füllen in Buchhandlungen ganze Regalwände. Selbst Buchhändlern dürfte es schwer fallen, hier den Überblick zu behalten. Tatsächlich gibt es unter den Ratgebern aus medizinischer Sicht mehr Spreu als Weizen. Zwei fundierte Ratgeber seien hier erwähnt.
Beim „Lexikon der Selbstbehandlung“ bürgen die Autoren für eine fachliche und sachliche Darstellung. Auf 230 Seiten werden Krankheiten und Beschwerden von „Abgestorbener Finger“ bis „Zuckerkrankheit“ erläutert. Dabei wird klar unterschieden zwischen Darstellung der Krankheit („Was ist das?“), Ratschlägen („Was selbst tun?“) und ihren Grenzen („Wann zum Arzt?“). Trotz dieser übersichtlichen Gliederung mit der Möglichkeit zum schnellen Nachschlagen besteht die Gefahr, dass das Buch eher zum Ladenhüter wird. Der Grund: Es enthält keine einzige Abbildung. Das mag streng genommen auch nicht nötig sein, manchmal sogar ablenken. Doch neben den vielen bunten Ratgebern fällt das Buch nicht auf. Viele Buchhändler werden es vermutlich gar nicht erst einkaufen.
Bei dem Malteser-„Praxishandbuch Medizin und Gesundheit“ handelt es sich um die deutsche Ausgabe des „American College of Physicians Complete Home Medical Guide“, also um ein medizinisches Handbuch für jedermann. Die Stärke des Buches, an dem im amerikanischen Original (von 1999) mehr als 100 Mediziner mitgearbeitet haben, sind die zahlreichen Zeichnungen. Durch sie werden selbst komplexe diagnostische Eingriffe wie Szintigraphie oder MRT anschaulich dargestellt, und bei interventionistischen Behandlungsverfahren wie dem Herzkatheter sagt eine Illustration mehr als viele Worte. Herausragend sind 70 Algorithmen zur Selbstdiagnose. Anhand einfacher Fragen kann der Laie sich zu einer Verdachtsdiagnose vortasten. Etwas zu kurz kommen in dem Buch die Tipps zur Selbsthilfe. Deshalb kann man das „Praxishandbuch“ und das „Lexikon der Selbstbehandlung“ durchaus als ergänzende Lektüre empfehlen. Rüdiger Meyer
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