ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2001Mikropille mit Drospirenon: Antimineralkortikoid durch neues Gestagen

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Mikropille mit Drospirenon: Antimineralkortikoid durch neues Gestagen

Dtsch Arztebl 2001; 98(15): A-1006 / B-857 / C-778

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LNSLNS Das orale Kontrazeptivum Petibelle® (Jenapharm) unterscheidet sich hinsichtlich des Gestagenanteils deutlich von anderen Präparaten zur hormonalen Empfängnisverhütung. Die Einphasenmikropille enthält neben 30 µg Ethinylestradiol
3 mg des Gestagens Drospirenon. Diese neuartige Wirksubstanz lässt sich weder den bisher bevorzugten 19-Nortestosteronderivaten noch den Progesteronderivaten zuordnen. Drospirenon ist ein Abkömmling des 17a-Spirolactons und besitzt eine Alleinstellung unter den gestagen-wirksamen Substanzen.
Während die bisher in der oralen Kontrazeption eingesetzten synthetischen Gestagene nicht antimineralkortikoid wirken, fördert Drospirenon die Natrium- und Wasserausscheidung. Neben dieser antimineralokortikoiden Wirkung verfügt Drospirenon lediglich über gestagene und antiandrogene Eigenschaften, wobei die antiandrogene Wirkungsstärke etwa 30 Prozent des Cyproteronacetats beträgt.
Das in Ovulationshemmern enthaltene Ethinylestradiol ist über eine Aktivierung der Angiotensinogen-Bildung in der Leber in der Lage, das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System zu stimulieren. Dies führt zu einer deutlichen Erhöhung des Spiegels des in der Nebenniere gebildeten Mineralokortikoids Aldosteron; als Folge lagert der Organismus vermehrt Wasser ein, was viele Frauen als Gewichtszunahme und/oder prämenstruelle Beschwerden empfinden.
Mit einem bereinigten Pearl-Index von 0,09 und mehr als 90 Prozent zwischenblutungsfreier Zyklen gilt Petibelle® als sicher und zyklusstabil. Das Kontrazeptivum ist gut verträglich und verfügt über eine hohe endometriale Sicherheit. Aufgrund der antiandrogenen Partialwirkung des Gestagens Drospirenon vermindert Petibelle die Sebumproduktion und die Zahl von Akneläsionen – mit positiven Effekten für Haut und Haar. EB
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