ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2001Neue Therapien: Streit zwischen Kassen und KBV

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Neue Therapien: Streit zwischen Kassen und KBV

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LNSLNS Gespräch über Finanzierung neuer Behandlungsmethoden gescheitert
Das Spitzengespräch zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den Krankenkassen über die Finanzierung neuer Behandlungsmöglichkeiten Anfang April ist gescheitert. Wie die KBV mitteilt, haben die Kassen das von ihr vorgelegte Konzept zur Finanzierung neuer Leistungen abgelehnt. „Die Kassen sind grundsätzlich nicht bereit, zusätzliche Finanzmittel für neue Leistungen bereitzustellen“, sagte der KBV-Vorsitzende Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm.
Nach Angaben der KBV wird der Bundes­aus­schuss der Ärzte und Krankenkassen in Kürze die Magnetresonanztomographie der weiblichen Brust als Kassenleistung anerkennen. Die Diagnostik von Brustkrebsrezidiven könne dadurch erheblich verbessert werden. Die zusätzliche Diagnostik koste jedoch rund 140 Millionen DM jährlich. Zudem stehe auch die Einführung der künstlichen Befruchtung (ICSI) mit einem jährlichen Finanzbedarf von 200 bis 300 Millionen DM bevor.
Die Kassenärzte seien bereit, diese Leistungen ausgabenneutral zu erbringen, betonte Richter-Reichhelm. Dafür müssten die Kassen aber Leistungen benennen, auf die künftig verzichtet werden solle. Die Vertragsärzte könnten nicht jede neue Leistung aus eigener Tasche finanzieren.


Richter-Reichhelm
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