ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2001Gewalt gegen Ärzte: Lange überfällig

BRIEFE

Gewalt gegen Ärzte: Lange überfällig

Mäulen, B.

Zu dem Beitrag „Tödliche Bedrohung als Berufsrisiko“ von Prof. Dr. med. Klaus Püschel und Dr. med. Olaf Cordes in Heft 4/2001:
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LNSLNS Ärzte war lange überfällig! Er trägt hoffentlich dazu bei, ein gewisses Sicherheitsbewusstsein in der Ärzteschaft zu bahnen. In den britischen Kliniken und Praxen kamen im Jahr 2000 20 Prozent mehr Angriffe auf Medizinalpersonen vor als 1999. Auch wenn das Risiko lebensgefährlicher Verletzungen für Ärzte nicht sehr groß ist, sollte doch mehr getan werden:
! Akte von Gewalt gegen Ärzte sollten besser erfasst werden.
! Betroffene Ärzte und Ärztinnen sollten vom Arbeitgeber Unterstützung erhalten zum Beispiel durch Gesprächsangebote, Schulungen, Kommunikationstraining.
! Nach einem gravierenden Akt der Gewalt sollte ein Behandlungsteam Hilfe bei der Verarbeitung bekommen, wie es für Polizeibeamte nach Schusswaffengebrauch mittlerweile regelhaft der Fall ist.
! Niedergelassene Ärzte sollten darauf hingewiesen werden, dass sie sich mit wenig Aufwand (Alarmpiepser) zum Teil schützen können.
! Von Gewalt betroffene Kollegen schildern meist viel Anteilnahme von Patienten, Kollegen und der Bevölkerung. In Einzelfällen wird jedoch bemängelt, dass die Ärztekammer zu wenig unterstützt.
Hinweise zum Thema und zu Hilfen für Ärzte, die Gewaltopfer sind, bietet das Institut für Ärztegesundheit unter der Rubrik Info/Trauma und Gewalt im Internet: www.aerztegesundheit.de
Dr. B. Mäulen, St.-Nepomuk-Straße 1/2, 78048 Villingen
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