ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2001Chrysler Sebring: Europäisches Format

VARIA: Technik

Chrysler Sebring: Europäisches Format

Werner, Helmut

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LNSLNS Der amerikanische Automobilhersteller schickt im Rahmen seiner Produktoffensive den Sebring ins Rennen – gegen starke europäische Konkurrenz.

D er Stratus-Nachfolger Sebring (benannt nach der Rennstrecke in Florida) hat sich einiges vorgenommen: Die völlig neu konstruierte Mittelklasse-Limousine will sich gegen die starke europäische Konkurrenz (3er BMW, VW Passat, Audi A4, Ford Mondeo) behaupten. Die Limousine besticht durch klares, fast europäisches Design. Sie ist zwar nicht unbedingt ein „Hingucker“, aber sie gefällt.
Eine Alternative in der umkämpften Mittelklasse
Ausschließlich mit Komplettausstattung und einem neuen 2,7 Liter großen V6-Motor mit Vierstufen-Auto-Stick-Automatikgetriebe im Angebot, ist der vorderradangetriebene Chrysler Sebring LX eine Alternative im stark besetzten Mittelklasse-Segment. Die neu konstruierte Karosseriesteifigkeit, durchgehende Window-Airbags vorne und hinten und ABS Plus betonen den Sicherheitsaspekt. Innenraum, Rundumsicht, Platzangebot vorne und hinten sind gut. Die Serienausstattung ist mit Ledersitzen, Leichtmetallrädern, Klimaanlage, Sitzheizung für beide Vordersitze, RDS-Radio mit CD, Bordcomputer und Tempomat üppig ausgefallen. Lediglich die Metallic-Lackierung muss mit 860 DM Aufpreis bezahlt werden.
Das Vollaluminium-V6-Aggregat entwickelt 149 kW (203 PS) bei 5 900 U/min und stemmt bei 4 300 U/min sein maximales Drehmoment von 262 Nm auf die Kurbelwelle. Das Fahrverhalten des Sebring ist erstklassig. Die Lenkung arbeitet direkt, starke Windgeräusche an der C-Säule ab Tempo 120 trüben jedoch den Fahrspaß. Ärgerlich, dass sich die Fondfenster konstruktionsbedingt nur bis zur Mitte öffnen lassen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h, der Durchschnittsverbrauch wird mit 10,6 Litern auf 100 Kilometern angegeben. Die Limousine ist für 53 900 DM zu haben.
Die offene Variante, das neue Sebring Cabrio, ist eine Augenweide. Der lang gestreckte (4,92 m) Schönling aus den USA besticht durch seine elegante Linie, markante Frontpartie und seinen hohen Bordkomfort. Das Cabrio bietet vier Personen reichlich Platz. Der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 320 Litern ausreichend dimensioniert.
Auffallend sind die Integralvordersitze, die den kompletten Sicherheitsgurtmechanismus aufnehmen. Sein gefüttertes Stoffverdeck mit der beheizbaren Glas-Heckscheibe sorgt für Schlechtwettertauglichkeit, zeigt bei hohen Geschwindigkeiten jedoch die typischen Cabrio-Unarten (Windgeräusche). Die serienmäßige Komplettausstattung ist ähnlich üppig wie bei der Limousine. Mit der Viergang-AutoStick-Automatik (Serie) lässt sich das Cabrio sowohl komfortabel als auch engagiert sportlich fahren. Das Antriebsaggregat stammt aus der Limousine; als Alternative zum V6-Motor mit 149 kW (203 PS) steht ein Zweiliter-Vierzylinder mit 104 kW (141 PS) zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit beim Sechszylinder beträgt 210 km/h; der Durchschnittsverbrauch soll bei 10,8 Litern auf 100 Kilometern liegen.
Preis für das offene Chrysler-Modell: 64 900 DM für die stärkere Variante, 54 900 DM für den Vierzylinder. ESP und Navigationssystem werden (noch) nicht angeboten. Helmut Werner
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