ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2001Philippinen/Dimakya Island: Mitten in der Natur

VARIA: Reise / Sport / Freizeit

Philippinen/Dimakya Island: Mitten in der Natur

Merten, Martina

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LNSLNS Nur 19 Hektar groß ist die Fläche Dimakyas, die durch ihren strahlend weißen 700 Meter langen Sandstrand, grenzend an azurblaues Meer, und ihre tropische Vegetation an die Beschreibungen Daniel Defoes’ Trauminsel Trinidad erinnert. Auch wenn Dimakya, gelegen im äußersten Norden Palawans, nur eine unter 7 106 weiteren philippinischen Inseln ist, so spürt doch der Urlauber nach nur wenigen Stunden, dass er sich genau das richtige Fleckchen Erde ausgesucht hat. Denn im Vergleich zu vielen anderen Inseln, auf denen der Tourismus auf Kosten der Umwelt ausgelebt wird, erfreut sich Dimakya völliger Naturbelassenheit. Club Paradise, das einzige auf der Insel angesiedelte Resort, wird als „nature-oriented resort“ bezeichnet: Um Dimakya in ihrer ursprünglichen Schönheit und Vielfalt zu erhalten, legt das Management besonderen Wert auf spezielle Ökotourismus-Programme. Dazu gehören neben dem Erhalt und Schutz der inseleigenen Flora und Fauna jede Woche Informationsabende und Diavorträge.
Umweltbewusst
Die philippinische Biologin Janet unterweist die Urlauber, aufmerksamer mit natürlichen Ressourcen umzugehen. Nur auf diese Weise halten die Gäste bei einer Wanderung um die Insel die Rehe, Echsen, die naturbelassene Lagune inmitten des Resortareals oder die Vielzahl an Vögeln, die durch die Lüfte schweben, nicht für selbstverständlich. Ebenso intensiv wie den Schutz der Insel und ihrer Bewohner betreibt Club Paradise den Erhalt der Unterwasserwelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Schutz der um Dimakya heimischen Seekühe, so genannten Dugongs, und grünen Seeschildkröten gelegt, die beide vor dem Aussterben bedroht sind. Damit sich jeder Urlauber unter Wasser richtig verhält, veranstaltet Janet eine Dugong-Show und gibt Tipps vor jedem Tauchgang. Auch bunte Korallenriffe, umgeben von einer Vielzahl an Fischschwärmen, sind durch den erfolgreichen Schutz der um Dimakya gereihten Riffe, also Verbot der vielerorts üblichen Dynamitfischerei, keine Seltenheit. Selbst Walhaie und Mantas können beobachtet werden.
Das kleine Paradies inmitten des südchinesischen Meeres ist aber nicht nur aufgrund seiner Naturbelassenheit eine Reise wert, sondern bietet sich ebenso als Ausgangspunkt für Ausflüge, meist verbunden mit Wassersportmöglichkeiten, an. Ist einem nach einigen Tagen der Entspannung nach etwas Abwechslung, verbunden mit Abenteuer, zumute, so bieten die clubeigene Tauch- und Kajakschule ein- oder mehrtägige Ausflüge zu exzellenten Tauch- und sehenswerten Küstengebieten an. Taucher, die den Nervenkitzel suchen, erwartet nur eine Stunde mit dem Auslegerboot (Bangka) von Dimakya entfernt ein japanisches Wrack. Weitere elf Kriegsschiffe der japanischen Flotte, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von den Amerikanern versenkt worden ist, liegen nahe der Bezirksstadt Coron.
Der Blick vom Kajak oder der Bangka aus auf die Kalksteinfelsen, die die Küstenstreifen der Coron-Bucht schmücken, entschädigt für die Anstrengungen der mehrstündigen Anfahrt von Dimakya. Ist man erst einmal inmitten der faszinierenden Welt aus Steinfelsen, kleinen weißen Sandstrandbuchten, verbunden mit dem Gefühl endloser Weite, angekommen, lohnt sich die Fahrt zum an der Nordwestküste von Coron Island gelegenen Barracuda- See, von den Einheimischen Cayangan Lake genannt. Besonders kälteempfindliche Taucher kommen bei diesem Erlebnis auf ihre Kosten, denn die Temperatur einiger Wasserschichten reicht an die 40 Grad Celsius. Dies liegt daran, dass der glasklare See von einer vulkanischen Quelle gespeist wird.
Trotz der zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten, die sich einem im nördlichen Palawan an der Coron-Bucht bieten, bleibt die Insel Dimakya das eigentliche „kleine Paradies“. Denn die Mischung aus intakter Umwelt – trotz Tourismus, Angeboten für jeden Geschmack, völliger Entspannung und dem Gefühl der Abgeschiedenheit durch Weiträumigkeit – findet man nur hier. Und nicht zuletzt lebt die Reise zu dem Tausende von Kilometern entfernten Inselstaat von der Gastfreundlichkeit der Filipinos. Martina Merten


Reise-Tipps
Anreise: tägliche Non-stop-Flüge mit Lufthansa und Air Philippines ab Frankfurt nach Manila ab 1 100 DM; Weiterflug von Manila zum Flughafen von Busuanga/Palawan zweimal täglich mit SEAIR, circa 100 DM; Abholen der Gäste am Flughafen von Busuanga und Transfer nach Dimakya mit Jeepney und Boot; Fahrtzeit circa eine Stunde.
Veranstalter und Informationen: E-Mail: clubpara@pworld.net.ph, Internet: www.clubpar.com; Buchung für die Philippinen: Euro-Pacific Resorts, Inc., Bldg. 4 Celery Road, FTI Complex, Taguig, Metro Manila, Philippines.
Tauchen und Kajak: Tauchgänge mit Philippine Divers auf Dimakya ab
24 $, Kajak-Touren mit Ocean-Trek auf Dimakya, Informationen über Internet: www.oceantrek.com oder E-Mail: Oceantrek@asia.com; speziell Wracktauchen um die Coron-Bucht herum mit Discovery Divers, Internet: www.vasia.com/ddivers oder über E-Mail: info@ddivers.com
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