ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2001Menschenrechte: Bleiberecht für Traumatisierte

AKTUELL

Menschenrechte: Bleiberecht für Traumatisierte

Dtsch Arztebl 2001; 98(17): A-1088 / B-924 / C-868

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Beauftragte der Ärztekammern billigten
Entschließungen.
Ein Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge haben die Menschenrechtsbeauftragten der Lan­des­ärz­te­kam­mern gefordert. In einer Entschließung, die sie bei ihrer Tagung Ende März in Stuttgart fassten, heißt es, der 103. Deutsche Ärztetag habe einstimmig die Abschiebung behandlungsbedürftiger Opfer von Folterungen verurteilt und einen gesicherten Aufenthaltsstatus für die Betroffenen gefordert. In Gesetzgebung und Ausführungsbestimmungen werde dies nicht gebührend beachtet.
In einem weiteren Beschluss wiesen die Menschenrechtsbeauftragten den Vorwurf zurück, Ärzte erstellten in großem Umfang Gefälligkeitsgutachten zugunsten traumatisierter Ausländer. Vor diesem Hintergrund lehnen sie die systematische Überprüfung fachärztlicher Gutachten ab. Des Weiteren kritisierten die Beauftragten das Asylbewerberleistungsgesetz. Danach erhielten Asylbewerber lediglich eine „Mindestbehandlung“ akuter und lebensbedrohlicher Zustände. Sie forderten deshalb in einer dritten Entschließung die Gleichbehandlung aller Menschen im Gesundheitssystem.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema