ArchivDeutsches Ärzteblatt37/1996Papillotomie oder bessere Anwendung der offenen Chirurgie bei Choledocholithiasis?

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Papillotomie oder bessere Anwendung der offenen Chirurgie bei Choledocholithiasis?

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LNSLNS In den letzten Jahren hat sich bei Hochrisiko-Patienten mit Gallenblase in situ und einer symptomatischen Choledocholithiasis die endoskopische Sphinkterotomie durchgesetzt. Die Autoren haben dieses Vorgehen mit der offenen Chirurgie in einer prospektiven Studie verglichen, an der 98 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 80 Jahren teilnahmen. Das operative Vorgehen war in 94 Prozent, das endoskopische in 88 Prozent erfolgreich. Unterschiede in Morbidität und Mortalität fanden sich nicht. Bei einer Nachbeobachtungszeit von im Mittel 17 Monaten traten erneute biliäre Symptome bei drei Operierten und bei zehn Sphinkterotomierten auf, von denen dann sieben operiert werden mußten. Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß auch bei Hochrisiko-Patienten das operative Vorgehen dem endoskopischen Zugang bei Patienten mit Gallenblase in situ vorzuziehen ist. w
Targarona EM, Perez Ayuso RM, Bordas JM, Rös E, Pros I, Martinez J, Teres J, Trias M: Randomised trial of endoscopic sphincterotomy with gallbladder left in situ versus open surgery for common bileduct calculi in high-risk patients. Lancet 1996; 347: 926–929
Service of General and Digestive Surgery Hospital Clinic, University of Barcelona, Villaroel 170, 08036 Barcelona, Spanien

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