ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2001Körperschmuck: Keine Schwierigkeiten

BRIEFE

Körperschmuck: Keine Schwierigkeiten

Dtsch Arztebl 2001; 98(17): A-1116 / B-948 / C-891

Phieler, Eva Maria

Zu dem Medizinreport: „Piercing – Gefährlicher Körperschmuck" von Rüdiger Meyer in Heft 13/2001:
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LNSLNS . . . Ich sehe Piercing nicht nur als „berufsunwürdig“ an. Im Gegensatz zu vielen Kollegen habe ich keine Schwierigkeiten mit der juristischen Konstruktion, derzufolge ärztliche Eingriffe als Körperverletzung definiert sind. Damit diese Körperverletzung nicht strafbar ist, müssen als Mindestvoraussetzungen vorliegen beziehungsweise erfüllt sein: die qualifizierte Zustimmung des aufgeklärten Patienten, die medizinische Indikation und die Durchführung nach den Regeln der ärztlichen Kunst. Ich würde nicht so weit gehen, dass ich Piercing als Selbstverstümmelung ansehe, aber eine medizinische Indikation kann ich beim besten Willen nicht sehen. Die juristische Konstruktion finde ich in diesem Zusammenhang entlastend, sie macht es einfach, ein derartiges Ansinnen abzulehnen mit Hinweis darauf, dass dadurch der Tatbestand der Körperverletzung erfüllt ist . . .
Dr. med. Eva Maria Phieler, Kernscheider Höhenweg 14, 54296 Trier
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