ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2001Thalasso-Therapie: Mit den Kräften des Meeres

VARIA: Heilbäder und Kurorte

Thalasso-Therapie: Mit den Kräften des Meeres

Dtsch Arztebl 2001; 98(17): A-1140 / B-973 / C-894

Richter, Eva A.

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LNSLNS Das einzige Thalasso-Zentrum
Deutschlands in Rostock-Warnemünde
hat seine Angebotspalette erweitert.

Höchstens 300 Meter vom Meer entfernt darf ein Thalasso-Zentrum liegen, damit es sich noch im direkten Einfluss des Meeresklimas befindet. Für die Thalasso-Anwendungen muss immer frisch geschöpftes, unbehandeltes Meerwasser verwendet werden; im Zentrum muss ein professionelles Team aus Ärzten, Hydro- und Sporttherapeuten sowie Masseuren tätig sein. Dies sind die internationalen Kriterien für ein Original-Thalasso-Zentrum. Obwohl sich viele Einrichtungen als Thalasso-Zentrum bezeichnen, gibt es nach den Kriterien in Deutschland nur ein einziges davon: das Thalasso-Vital-Center „Arkona Spa“ des Fünfsternehotels „Neptun“* im Ostseebad Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern).
Direkte Leitung ins Meer
Einzigartig ist die direkte Pipeline in das Meer. Durch sie kann ständig frisches Ostseewasser in das Zentrum gepumpt werden. Daran mangelt es anderen Zentren. Sie müssen das Meerwasser mit Kanistern holen, mit der Folge, dass dieses schnell abgestanden ist. Pumpgenehmigungen werden durch das Land derzeit nicht erteilt. Das Hotel Neptun hat Glück: Seine 1970 gelegte, 380 Meter lange Wasserleitung genießt Bestandschutz.
Bereits 1993 hat das 1971 erbaute, ehemalige DDR-Nobel-Hotel auf die Wellness-Strecke gesetzt. „Wir sind keine Klinik und keine Kureinrichtung, aber wir können trotzdem helfen“, sagte Klaus Wenzel, General-Manager des Hotels Neptun, bei der Eröffnung des inzwischen erweiterten, 2 400 Quadratmeter großen Wellnessbereichs im Februar. Hier werden unter ärztlicher Kontrolle Meerwasserbäder, Algen- und Schlick-Packungen, Meerwasser-Druckstrahlmassagen, Vichy-Duschen (Massagen unter Meerwasser-Berieselung) sowie Aerosol-Anwendungen angeboten. Klimawanderungen und Gymnastik ergänzen das Programm.
Das Arkona Spa (spa ist die Abkürzung von „sanus per aquam“ und bedeutet „gesund durch Wasser“) will den alten Traum vom „Gesund alt werden“ verwirklichen. Die Philosophie des Hauses ist dabei die Ein-
heit aus Gesundheit, Sport, Ernährung, Entspannung und Beauty. Klima, Algen, Schlamm und Sand sollen die gesundheitsfördernden Wirkungen des Meerwassers vervollständigen, die bereits den Griechen in der Antike bekannt waren (siehe auch DÄ, Heft 3/2000).
Die vom Deutschen Heilbäderverband veröffentlichten Zahlen geben der Hotel-Strategie Recht: Der Gesundheitstourismus liegt im Aufwärtstrend. Etwa ein Drittel aller in Deutschland gezählten Urlaubsübernachtungen fand in Heilbädern und Kurorten statt. Gerade für Kurzurlauber spielen Wellness und Erholung eine immer zentralere Rolle bei der Wahl des Ortes. Dr. med. Eva A. Richter


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