ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2001Private Kran­ken­ver­siche­rung: Guter Schnitt

Versicherungen

Private Kran­ken­ver­siche­rung: Guter Schnitt

Dtsch Arztebl 2001; 98(17): [94]

Jürgens, Philip

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LNSLNS Die DKV stellt ein Internetportal zum Gesundheitsmanagement vor.

Die Versicherten der Deutschen Kran­ken­ver­siche­rung AG (DKV) können seit kurzer Zeit ein Versicherungs- und Gesundheitsportal nutzen. DKV-Chef Dr. jur. Jan Boetius stellte das neue Konzept zum Gesundheitsmanagement bei einer Pressekonferenz in Köln vor.
Interessierte können im Internet (www.dkv.com) ihre persönlichen Versicherungstarife ausrechnen und sich per E-Mail von 25 Ärzten und 18 geschulten Mitarbeitern beraten lassen. Durch Klicken des Call-Back-Buttons melden sich die Berater auch telefonisch. Einfache Tarifwerke, wie Reisekrankenversicherungen, kann der Versicherte ohne Unterschrift online abschließen. Der Krankenhaus-Führer informiert über Fachgebiete und Sonderleistungen der Krankenhäuser. Im Online-Lexikon kann sich der Nutzer auf mehr als 10 000 Seiten über Krankheiten, Medikamente und Behandlungsmethoden informieren. Die Versicherten können sich eine eigene Gesundheitsakte anlegen, um den Überblick über ärztliche Befunde, verabreichte Medikamente und Arzttermine zu behalten. Hier können sie sich auch per E-Mail oder SMS an Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen errinnern lassen. Die Gesundheitsakte ist durch ein Passwort geschützt und nur für den Patienten einsehbar. Die Versicherung hat keinen Zugriff auf die Daten. „Wir wollen mit der Gesundheitsakte die Patientenautonomie fördern“, erklärte Boetius, „und die Kunden unabhängig machen von der Informations-Hoheit der Ärzte.“
Mit dem Geschäftsjahr 2000 zeigte sich Boetius zufrieden. Demnach stiegen die Beitragsprämien in Deutschland um 3,6 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss liegt bei 71,6 Millionen Euro – 1,6 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der in Deutschland Versicherten blieb mit knapp 2,9 Millionen nahezu konstant. Die Zahl der Krankheitskostenversicherten stieg um 1,2 Prozent auf rund 775 000. Die Leistungsausgaben nahmen im letzten Jahr um 3,3 Prozent zu und betrugen knapp 1,79 Milliarden Euro. Dabei nehmen Krankenhäuser mit 735 Millionen Euro den größten Posten ein, gefolgt von den ambulanten Arztkosten mit 363 Millionen Euro. Vor allem durch Zukäufe und Neuabschlüsse im europäischen Ausland wuchs die Versichertenzahl auf 5,75 Millionen um etwa eine Million. Zu den Gesamtbeiträgen von 3,81 Milliarden Euro trägt das Ausland jetzt 13,3 Prozent bei. Philip Jürgens
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