ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2001Psychiatrie-Reform: Budgetrahmen gesprengt

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Psychiatrie-Reform: Budgetrahmen gesprengt

Dtsch Arztebl 2001; 98(18): A-1180 / B-1006 / C-942

Hauck, Andrea

Zu dem Beitrag „Auf halbem Weg stecken geblieben“ von Petra Bühring in Heft 6/2001:
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LNSLNS . . . Ich selber bin vor allem psychiatrisch tätig, im ersten Quartal 2001 habe ich (einige Vertretungen eingerechnet) 128 Patienten mit schizophrener und schizoaffektiver Psychose behandelt (ICD-10 F20-F29), bei 61 Patienten verordnete ich Atypika. Die häufige Zusammenarbeit mit den psychosozialen Diensten wird umsonst erledigt, in kritischen Situationen auch mehrere Angehörigengespräche, ebenfalls umsonst. Auch fast ohne neurologische Medikamente liege ich seit 2000 vor allem durch die Verordnung von Atypika bei circa 200 % meines Budgets. Wie ich aus den regelmäßigen Qualitätszirkeltreffen weiß, geht es den anderen Kollegen im Kreis ähnlich. Falls die Krankenkassen verlangen sollten, dass ich die notwendige Behandlung der Psychosekranken tatsächlich aus meiner Tasche bezahlen soll, wie das „Solidaritätsgesetz“ es ja vorsieht, käme meine Familie in große Schwierigkeiten.
Dr. med. Andrea Hauck, Marktstraße 25, 73033 Göppingen
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