ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2001Filmkapsel oder Enteroskopie bei Dünndarmerkrankungen

MEDIZIN: Referiert

Filmkapsel oder Enteroskopie bei Dünndarmerkrankungen

Dtsch Arztebl 2001; 98(18): A-1195 / B-1018 / C-954

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LNSLNS In einer vergleichenden Studie wurde zur Detektion von Läsionen im Dünndarm der Einsatz einer neu entwickelten Videokapsel mit einer Enteroskopie verglichen. Dabei wurden im Tierversuch bei Hunden neun bis dreizehn röntgendichte farbige Perlen von 3 bis 6 mm Durchmesser in die Dünndarmschleimhaut genäht. Später wurden neun Enteroskopien und 23 Videokapsel-Untersuchungen in randomisierter Reihenfolge durchgeführt. Mithilfe der Videokapsel wurden mehr Perlen identifiziert als durch die Enteroskopie (p < 0,001). Die Sensibilität der Kapsel wurde mit 64 Prozent, die der Enteroskopie mit 37 Prozent, die Spezifität mit 92 Prozent beziehungsweise 97 Prozent berechnet. Auch eine Identifizierung von Haaren, verschlucktem Plastikmaterial, Ulzerationen, submukösen Schwellungen und Parasiten (Würmer) war mit der Videokapsel eindeutig möglich. Die Autoren schließen, dass die Videokapsel mehr pathologische Befunde im Dünndarm zu erkennen vermag als ein Enteroskop, dessen Reichweite zudem begrenzt ist. w

Appleyard M, Fireman Z, Swain P et al.: A randomized trial comparing wireless capsule endoscopy with push enteroscopy for the detection of small-bowel lesions. Gastroenterology 2000; 119: 1431–1438.
Dr. Paul Swain, Department of Gastroenterology, Royal London Hospital, Whitechapel Road, Whitechapel, London E11BB, England.

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