ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2001PTCA mit Stent bei akutem Herzinfarkt

MEDIZIN: Referiert

PTCA mit Stent bei akutem Herzinfarkt

Dtsch Arztebl 2001; 98(18): A-1195 / B-1018 / C-954

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LNSLNS Eine kontrollierte prospektive Studie ergab, dass bei einem akuten Myokardinfarkt die perkutane Koronarangioplastie mit Stenteinlage der alleinigen Angioplastie auch im Langzeitverlauf überlegen ist. Die Autoren schlossen 88 Patienten mit akutem Myokardinfarkt in ihre Studie ein, die Hälfte wurde nur mittels Angioplastie rekanalisiert, die andere Hälfte erhielt zusätzlich eine Stenteinlage. Innerhalb von knapp zwei Jahren kam es in der Stentgruppe signifikant seltener zum Tod (9 Prozent versus 18 Prozent), zum Reinfarkt (2 Prozent versus 9 Prozent) oder zur Notwendigkeit der erneuten Intervention (16 Prozent versus 34 Prozent). Auch die Rehospitalisierungsrate wegen instabiler Angina pectoris oder Reinfarkt war hier niedriger (14 Prozent versus 23 Prozent). Diese Daten zeigen, so die Autoren, dass die Vorteile des Stents nicht nur in der Frühphase nach perkutaner Intervention bei akuten Infarktpatienten bestehen, sondern auch im langfristigen Verlauf nachweisbar sind. acc
Scheller B et al.: Long-term follow-up of a randomized study of primary stenting versus angioplasty in acute myocardial infarction. Am J Med 2001; 110: 1–6.
Dr. B. Scheller, Kardiologische Abteilung, III. Medizinische Klinik, Universität des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar.

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