Supplement: Praxis Computer

Internet-Apotheken: Kopf in den Sand

Dtsch Arztebl 2001; 98(18): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Noch Ende 2000 hatte das Landgericht Frankfurt/Main der niederländischen Internet-Apotheke „DocMorris“ den Verkauf von Arzneimitteln via Internet in Deutschland untersagt – kurz darauf entschieden die Landgerichte in Berlin und Stuttgart anders. Aufzuhalten ist der weltweite Online-Handel von Medikamenten nicht; der graue Markt wächst. Der Medikamentenversand via Web ist ein gutes Beispiel dafür, dass es keinen Sinn macht, die Augen vor neuen globalen Entwicklungen durch das Internet zu verschließen und anderen das Feld zu überlassen. Zu tun gibt es genug: Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
unter 27 Online-Anbietern von Arzneimitteln hat festgestellt, dass das deutsche Fernabsatzgesetz in keinem Fall vollständig eingehalten wurde. So fehlten beispielsweise fast überall die vorgeschriebene Angabe der Postanschrift und der Hinweis auf das Rückgaberecht des Verbrauchers. Darüber hinaus ergab eine gleichzeitig durchgeführte Preiserhebung für das Potenzmittel Viagra, dass reale Apotheken in der Regel preiswerter sind. Gute Gründe für die deutschen Apothekerverbände, möglichst schnell und aktiv Regeln für die Nutzung und Einbindung des Internets in herkömmliche Vertriebswege zu entwickeln, statt bloß zu blockieren. Heike E. Krüger-Brand
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