Supplement: Praxis Computer

Fotodrucker und Fotopapier

Dtsch Arztebl 2001; 98(18): [22]

KuBra

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LNSLNS Der auf Kleinbild-Dias und -Negativen „speicherbaren“ Bildinformation entsprechen – übertragen auf die digitale Bildverarbeitung – ungefähr 30 MB Rohdaten. Solche Bilder haben etwa 3 900 x 2 600 Bildpunkte und lassen sich ohne nennenswerte Qualitätseinbußen bis DIN A4 ausdrucken oder ausbelichten.
Für optimale Ergebnisse von 10 x 15 cm Größe benötigt man 1 800 x 1 200 Bildpunkte (2,3 Megapixel-Kamera) und erhält circa sechs MB Rohdaten. Eine Vergrößerung auf 13 x 18 cm liefert in dieser Auflösung auch noch gute Ergebnisse. Dies wird auch nicht wesentlich verschlechtert durch die übliche JPEG-Kompression guter Qualität, bei der man die Rohdaten etwa auf
10 Prozent verringern kann.
Um einen Fotodruck in einer Qualität zu erreichen, die dem Eindruck eines Laborabzugs von einem Kleinbildfilm entspricht, ist der Ausdruck über einen Thermosublimations- oder Thermoautochrome-Drucker mit rund 300 dpi Auflösung oder über einen hochwertigen 1 200 dpi Foto-Tintenstrahldrucker notwendig.
Die Thermodrucker haben den Vorteil, dass sie jeden Bildpunkt in Echtfarbe drucken können. Tintenstrahler hingegen müssen rastern. Bei sehr kleiner Tröpfchengröße, der Nutzung von sechs Farben (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz sowie zusätzlich Hell-Magenta und Hell-Cyan) oder intelligenter Tröpfchenverteilung kommen sie den Echtfarbendruckern sehr nahe und sind diesen an dunklen Stellen sogar überlegen. Ein großer Vorteil der Tintenstrahler ist auch, dass wesentlich mehr Papierqualitäten und -größen verarbeitet werden können.
Thermodrucker sind teurer als vergleichbare Tintenstrahler; bei den Verbrauchskosten muss man für gute bis sehr gute Papiere mit 1,00 bis 1,50 DM pro DIN-A4-Blatt rechnen. Für die Druckzeit sind etwa drei Minuten anzusetzen (je nach Druckgeschwindigkeit und Papiertrocknung).
Zur Vereinfachung der Handhabung sollte der Drucker direkt die benutzten Speicherkarten lesen können.
Einige Drucker bieten die Möglichkeit, die Farbpatronen einzeln zu wechseln – dies muss mit gegebenenfalls höheren Tintenkosten aufgerechnet werden. Die von Epson gerade eingeführte PIM-Technik (Print Image Matching) wird zurzeit von den meisten Kameras noch nicht unterstützt. PIM übermittelt zusätzliche Informationen, wie Kontrast, Sättigung, Rauschen und Balance, und soll damit für einen verbesserten Druck sorgen.
Viele Tintenstrahldrucker lassen sich auf die Verwendung im Netz hin ausbauen. USB-Abschluss ist Standard. Anbieter sind beispielsweise Kodak, Epson, Canon, und HP. Thermosublimationsdrucker gibt es unter anderem von Sony, Canon und Olympus.
Damit das Foto im Ergebnis wie ein im Labor erstellter Abzug wirkt, ist auf die haptischen und optischen Eigenschaften des Fotopapiers zu achten. Dazu gehören vor allem Wiedergabe, Dicke, Trocknungseigenschaften, Glätte, Lichtbeständigkeit und Struktur. Anbieter sind hier beispielsweise Zweckform, HP, TDK, Tetenal, Olympus. KuBra
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