ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2001Hormonersatz: Vorbehalte gegen Studie

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Hormonersatz: Vorbehalte gegen Studie

Dtsch Arztebl 2001; 98(19): A-1216 / B-1040 / C-972

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LNSLNS Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf.
Die Bundesregierung zeigt Vorbehalte gegen eine Untersuchung, die auf ein erhöhtes Risiko von Brust- oder Gebärmutterkrebs nach der Einnahme östrogenhaltiger Präparate hinweist. Das Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin in Bremen und das Wissenschaftliche Institut der AOK hatten die Studie vorgelegt.
In ihrer Antwort auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion verweist die Bundesregierung auf die begrenzte Datenbasis der Studie und die geringe Rücklaufquote bei der Befragung. Sie sehe deshalb keinen Handlungsbedarf. Dass nach einer Langzeitbehandlung mit Hormonersatzpräparaten häufiger die Diagnose Brustkrebs gestellt werde, sei durchaus bekannt. Allerdings gehe aus den bisher bekannten Studien nicht hervor, ob dieses auf einem Arzneimitteleffekt oder auf einer besseren Diagnostik mit erhöhter Aufdeckungsrate im Rahmen der Studien beruhe.
Die Regierung räumt ein, dass es keine zuverlässigen Daten darüber gebe, wie viele Frauen in Deutschland ei-
ne langjährige Hormonersatztherapie erhalten. Die Zahl
der zusätzlichen Brustkrebserkrankungen, die als Folge der Behandlung auftreten können, sei daher nicht abschätzbar.
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