ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2001Psychotherapie: Keine Gleichstellung

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Psychotherapie: Keine Gleichstellung

Dtsch Arztebl 2001; 98(19): A-1220 / B-1042 / C-974

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LNSLNS Private Krankenversicherer benachteiligen psychologische Psychotherapie.
Mehr als zwei Jahre nach In-Kraft-Treten des Psychotherapeutengesetzes hat nur knapp die Hälfte der privaten Kran­ken­ver­siche­rungsunternehmen ihre Allgemeinen Versicherungsbedingungen dem Gleichstellungsgebot angepasst. Während Ärzte und Heilpraktiker als Behandler anerkannt sind, herrschen bei der Übernahme
von Leistungen Psychologischer Psychotherapeuten unterschiedliche Bedingungen (vgl. DÄ, Heft 15/2001). Zu diesem Ergebnis kommt die Vereinigung der Kassenpsychotherapeuten nach einer Umfrage bei 30 Versicherungen. Die meisten begrenzten die Zahl der Sitzungen im Jahr. Manche erstatteten Psychotherapie nur im Einzelfall als Kulanzleistung. Einige forderten einen ärztlichen Psychotherapeuten. Bei dem vorgeschalteten Genehmigungsverfahren setzten alle Versicherungen ausschließlich auf ärztlichen Sachverstand, während in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung auch Psychologen begutachten können. Der Berufsverband kritisiert, dass der Wechsel in die PKV für Versicherte, die in psychotherapeutischer Behandlung waren, fast unmöglich ist. Der Vertrag werde in der Regel abgelehnt.
c Eine Broschüre mit Informationen zu Psychotherapie-Tarifen von 30 Versicherungen (Gebühr 20 DM) kann angefordert werden unter Fax: 06 21/63 70 15 oder E-Mail: Info@vereinigung.de
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