ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2001Neues Laserverfahren erkennt ein malignes Melanom frühzeitig

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Neues Laserverfahren erkennt ein malignes Melanom frühzeitig

Dtsch Arztebl 2001; 98(19): A-1232 / B-1049 / C-981

EB

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LNSLNS Ein neuartiges Laserverfahren zur Früherkennung des malignen Melanoms haben Wissenschaftler des Berliner Max-Born-Instituts (MBI) und der Ruhr-Universität Bochum entwickelt. Herzstück des Verfahrens, für das keine Gewebeproben entnommen werden müssen, ist ein so genannter Femtosekundenlaser, mit dem es möglich ist, das maligne Gewebe im frühen Stadium mit hoher Sicherheit zu identifizieren. Die Methode beruht darauf, dass das kranke Gewebe durch eine genau dosierte Laseranregung zu einem charakteristischen ultraschwachen Leuchten gebracht wird. „Durch die verwendeten extrem kurzen Laserimpulse können wir zwischen gutartigen Pigmentkonzentrationen und dem malignen Melanom unterscheiden“, erläutert Dr. Dieter Leupold, Projektleiter am Max-Born-Institut. „Der Unterschied – sozusagen die Antwort des Hautgewebes – bildet sich in Form eines charakteristischen Spektrums ab.“
Die Grundlagenforschungen haben mit ortsfesten Femtosekundenlasern in den MBI-Labors stattgefunden. Jetzt wollen die Forscher zusammen mit zwei mittelständischen Berliner Unternehmen ein mobiles Diagnostikgerät entwickeln, um diesem neuen Hautkrebs-Früherkennungsverfahren den Weg in die Klinik zu ebnen. EB
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