ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2001Konsumenten in Planung und Durchführung von Studien einbeziehen?

MEDIZIN: Referiert

Konsumenten in Planung und Durchführung von Studien einbeziehen?

Dtsch Arztebl 2001; 98(19): A-1259 / B-1074 / C-1002

bt

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LNSLNS Entwurf, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer wissenschaftlichen Studie ist normalerweise Sache einer Forschungseinrichtung und der in ihr Tätigen. Es mag jedoch zweckmäßig sein, auch Außenstehende zu beteiligen wie Patienten, prospektive Patienten, Pflegekräfte, Verbraucherorganisationen, Zielgruppen von Gesundheitsprogrammen und Gruppen, die sich von schädlichen Bedingungen, Produkten oder Dienstleistungen betroffen fühlen. Im Englischen lässt sich dies in dem umfassenden Ausdruck „Consumer“ zusammenführen. Die Autoren befragten Forschungseinrichtungen nach ihren Erfahrungen mit der Beteiligung von „Consumern“ an ihren Forschungsvorhaben. 49 Befragte hatten positive, neun jedoch negative Erfahrungen gemacht. Meistens waren die außenstehenden Gruppen oder Personen bei der Ausarbeitung der Fragestellungen beteiligt, sie verbesserten die Informationen für die teilnehmenden Patienten und schafften überhaupt Probanden herbei. Andererseits erhöhte sich der Zeitaufwand; mangelnde Sachkunde erschwerte den Fortgang, es gab Interessenkonflikte, und in einem Fall entstanden erhebliche Behinderungen dadurch, dass Nachfragen bei Probanden verhindert wurden, die bei der ersten Anfrage nicht geantwortet hatten. An der Auswertung der erhobenen Daten waren Außenstehende niemals beteiligt. Die Autoren glauben, dass ihre Beteiligung häufiger werden wird und die Qualität von Forschungsvorhaben verbessern kann. bt

Hanley B, Truesdale A, King A, Elbourne D, Chalmers I: Involving consumers in designing, conducting, and interpreting randomised controlled trials: questionnaire survey. BMJ 2001; 322: 519–523.

Ann Truesdale, E-Mail: ann.truesdale@ishtm.ac.uk

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