ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2001Luftqualität: Berechnung geändert

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Luftqualität: Berechnung geändert

Dtsch Arztebl 2001; 98(20): A-1285 / B-1097 / C-1025

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LNSLNS Ab Mitte des Jahres gelten neue
Luftschadstoffgrenzwerte der EU.

Die neuen Luftschadstoffgrenzwerte der Europäischen Union (1. Tochterrichtlinie 1999/30/EG) müssen ab Mitte des Jahres in nationales Recht umgesetzt werden.
Um den Gesundheitsschutz für die Bevölkerung in Europa zu verbessern, wurden bei Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Schwebstaub und Blei in der Luft die Grenzwerte deutlich herabgesetzt. Zum ersten Mal werden in Deutschland wirkungsorientierte Grenzwerte in den Vordergrund rücken und die Richtwerte zu den maximalen Immissionskonzentrationen, die keine Gesetzeskraft haben, teilweise ablösen. Im Zuge dieser Umstellung wird es in Deutschland erstmalig Grenzwerte für gesundheitsgefährdenden Feinstaub (PM10) geben.
Weitere EU-Richtlinien zur Beurteilung der Schadstoffkonzentrationen von Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon werden derzeit vorbereitet. Anlass genug, die Berechnung des Luftbelastungsindex in der Umweltkarte schon jetzt den neuen gesundheitsrelevanten Grenzwerten anzupassen. Grundlage für die Berechnung werden künftig nicht mehr die maximalen Kurzzeitmesswerte, sondern die Monatsmittelwerte sein.
Der neue Luftqualitätsindex wird somit Räume mit längeren oder wiederholten Luftbelastungsphasen ausweisen. Bei Bundesländern, die noch nicht auf PM10-Messungen umgestellt haben, werden die PM10-Anteile übergangsweise durch Multiplikation mit dem Faktor 0,82 ermittelt.
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