ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2001Zahnärzte: Standardtarif kippen

AKTUELL

Zahnärzte: Standardtarif kippen

Dtsch Arztebl 2001; 98(20): A-1288 / B-1098 / C-1026

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Vorstoß des Freien Verbandes
Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Berlin, hat den Bundesgesetzgeber aufgefordert, den Standardtarif in der Amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte zu kippen. Dieser Tarif mit reduzierten Multiplikatoren sei „ein Vertrag zulasten Dritter“, nämlich der behandelnden Privatzahnärzte. Mit dem Abschluss eines Standardtarifs zahle der Patient zwar geringere Prämien, er handele sich dadurch aber Nachteile ein. Der Freie Verband weist darauf hin, dass die Patienten gegenüber ihrer privaten Kran­ken­ver­siche­rung lediglich einen Anspruch auf Erstattung der verauslagten Zahnarzthonorare im Rahmen des Behandlungsstandards der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung haben. Das gesetzlich festgeschriebene Zahnarzthonorar im Standardtarif liegt im zahnärztlichen Bereich rund 15 Prozent unterhalb der vergleichbaren Honorare für Vertragszahnärzte im Bereich der gesetzlichen Versicherung. Der Zahnarzt müsse im Einzelfall prüfen, ob er über einen akut notwendigen Schmerz- und Notfall hinaus den Patienten privatzahnärztlich versorgt, so der FVDZ. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Zahnärzte in den neuen Bundesländern insofern benachteiligt seien, als deren Honorare 16 Prozent unterhalb des vergleichbaren Honorars von Zahnärzten in den alten Bundesländern lägen.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema