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LNSLNSLNSLNS Prof. Dr. med. Edgar Thofern, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Hygiene an der Universität Bonn, starb am 14. April im Alter von 71 Jahren.
Thofern begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere 1950 am Hygiene-Institut der Universität Göttingen. Er habilitierte sich 1959/60 für das Fach Hygiene und Mikrobiologie, wurde 1961 zum Universitätsdozenten und 1966 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. 1967/68 leitete er das Göttinger Hygiene-Institut kommissarisch. 1970 ist er auf den Lehrstuhl für Hygiene an die Universität Bonn berufen worden. Dort war er seit April 1971 (bis zu seiner Emeritierung) ordentlicher Professor und Direktor des Hygiene-Instituts. Von 1984 an wirkte er als Redakteur des "Zentralblatt für Hygiene und Umweltmedizin". Zusammen mit Prof. Dr. med. Konrad Botzenhart gab er das Standardwerk "Hygiene und Infektionen im Krankenhaus" heraus.


Dr. med. Dietrich Reimers, Internist, Chefarzt i. R. des Lungenkrankenhauses Bethanien, starb am 13. Mai im Alter von 75 Jahren in Solingen.
Dietrich Reimers, in Berlin geboren, begann seine berufliche Laufbahn am Augusta-Krankenhaus, später im Evangelischen Krankenhaus und im Theresienhospital in Tübingen, dann an der Pneumologischen Abteilung im Rheinischen Landeskrankenhaus Marienheide. Von 1956 bis 1983 war Dr. Dietrich Johannes Reimers Chefarzt des Landeskrankenhauses Bethanien in Solingen. Unter seiner Leitung wurde die Klinik zu einer 150 Betten zählenden Fachklinik ausgebaut. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Reimers befaßten sich vorwiegend mit der antituberkulösen Chemotherapie. Mehr als 50 Fachpublikationen sowie ein Handbuchkommentar zeugen vom wissenschaftlich-publizistischen Schaffen von Dr. Reimers. Er ist Autor von drei Gedichtbänden sowie literarischer Texte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften.


Prof. Dr. med. Hannes Schoberth, Gründer und ehemaliger Ärztlicher Direktor der Ostseeklinik Damp, starb am 31. Juli im Alter von 74 Jahren.
Hannes Schobert, der früher in Erlangen und Frankfurt tätig war, war ab 1972 maßgeblich an der Planung und dem Aufbau der Ostseeklinik Damp 2000 beteiligt. Er kam 1973 nach Damp und war bis 1985 Direktor dieser Klinik. Er führte die Ostseeklinik aus den ersten Anfängen als "Zentrum für Sportmedizin" zu einer allseits anerkannten Fachklinik mit orthopädischem Schwerpunkt. Besonders im Vordergrund standen die konservative Orthopädie und der sportmedizinische Bereich. Prof. Schoberth widmete sich während seiner Tätigkeit in Damp der Nachwuchsausbildung. Dank seiner Initiative sind in Damp Schulen für Berufe des Gesundheitswesens eingerichtet worden. 1978 wurde das Lehrinstitut für Krankengymnastik eröffnet, dessen Ärztlicher Leiter er war. Später gründete er das Lehrinstitut für Physikalische Therapie und Sportmedizin, das sich der Weiterbildung von Ärzten auf dem Gebiet der Sportmedizin und der Physikalischen Therapie sowie von medizinischen Fachberufen widmet.
Prof. Schoberth war einer der profiliertesten Vertreter der Sportorthopädie und der Sporttraumatologie. Zwölf Jahre lang betreute er als Mannschaftsarzt den damaligen Fußballbundesligisten 1. FC Nürnberg. Von 1966 bis 1974 war er Arzt der deutschen Fußballnationalmannschaft. Von 1965 bis 1973 war er Vizepräsident des Deutschen Sportärztebundes e.V. und trug während dieser Zeit zur Entwicklung der Sportmedizin in Deutschland wesentlich bei. Darüber hinaus war er ärztlicher Betreuer der deutschen Handballnationalmannschaft und ständiger Berater des Wissenschaftsausschusses des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele 1972 in München. In Anerkennung seines ärztlichen, wissenschaftlichen und sportpolitischen Wirkens ist Prof. Schoberth 1986 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität Frankfurt hat er mehrere sportmedizinische und orthopädische Lehrbücher und Publikationen herausgebracht. EB

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