ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2001Weiterbildung: Konsens erzielt

POLITIK

Weiterbildung: Konsens erzielt

Dtsch Arztebl 2001; 98(21): A-1360 / B-1156 / C-1084

Korzilius, Heike

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Bereits im Vorfeld der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hatte die geplante Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung durch den 104. Deutschen Ärztetag für Unruhe unter den Kassenärzten gesorgt. Manches schien noch unklar, und man befürchtete negative Auswirkungen auf die Struktur der vertragsärztlichen Versorgung. Deshalb legte der Vorstand der KBV den Delegierten einen Antrag zur Abstimmung vor, der die Forderungen der Kassenärzte an die Novelle auflistete.
Darin wird der Deutsche Ärztetag „dringend gebeten“, den so genannten Paragraphenteil (der die Struktur der Weiterbildung enthält) zunächst nur als Arbeitsgrundlage zur Kenntnis zu nehmen und mit einem endgültigen Beschluss zu warten, bis der Gesamtkomplex der Weiterbildungs-Novelle vorliegt. Denn die Weiterbildungsgremien der Bundes­ärzte­kammer müssen Übergangsbestimmungen sowie Definitionen und Inhalte der einzelnen Gebiete, Schwerpunkte, Bereiche und Befähigungsnachweise erst noch erarbeiten. Begründung des Antrags: Dem Weiterbildungsrecht der Ärztekammern komme für die vertragsärztliche Versorgung eine herausragende Bedeutung zu. Die Weiter­bildungs­ordnung sei nicht nur eine „Bildungsordnung“, sondern bestimme wesentlich die Strukturen und das Angebot der vertragsärztlichen Versorgung. Fehlentwicklungen in der vertragsärztlichen Versorgung hätten deswegen häufig eine Ursache im Weiterbildungsrecht.
Um Verständnis für die eigene Vorsicht warb die KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung direkt bei den vertragsärztlichen Delegierten des Ärztetages, die sie als Gäste geladen hatte. Wer nun damit gerechnet hatte, dass die Wogen hoch schlagen, wurde eines Besseren belehrt. Man war sich in allen wesentlichen Punkten einig. „Ich kann die Beschlussvorlage der KBV nur begrüßen“, sagte der Vorsitzende der Weiterbildungsgremien der Bundes­ärzte­kammer und Präsident der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, Dr. med. H. Hellmut Koch. Erst wenn die Anlagen ausgearbeitet seien, werde sich zeigen, ob der Paragraphenteil trage. HK
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