ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2001Gesundheitstelefon: Wer trägt die Kosten für dieses Marketing?

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Gesundheitstelefon: Wer trägt die Kosten für dieses Marketing?

Dtsch Arztebl 2001; 98(21): A-1388 / B-1180 / C-1107

Hien, Norbert M.

Zu der Meldung „Barmer startet“ in Heft 14/2001:
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LNSLNS Würden Sie bei Metro telefonisch nachfragen, ob und wie Sie sich gesund ernähren sollen? Wer noch keine Erfahrung mit der „persönlichen Information“ durch Anrufe bei Call-Centern hat, versuche es doch bei einer der „free-call“-Nummern der Deutschen Telekom! Wenn Sie Glück haben, werden Sie nach vielen Infoschleifen und digitalen Vorauswahlen nicht nur automatisch per EDV bedient. Über den Wert der übermittelten „Information“ kann man bestenfalls mutmaßen: GesundheitScout 24 ist eine Tochter der Metro AG – ein „Konsumwert“. Metro, Walmart, Aldi usw. als Lebensmittel- und Gesundheits-Kompetenz-Zentren? Offensichtlich soll durch dieses Marketing mehr Vertrauen und Kompetenz suggeriert werden, um den industrialisierbaren Konsum auf dem Gesundheitsmarkt zu fördern. Braucht das ein Kranker oder ein durch Medien und Kulturtrends verunsicherter Mitmensch? Wer trägt die Kosten für dieses Marketing? Ist eine solche Zusammenarbeit Aufgabe der Barmer Ersatzkasse im Rahmen der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung? Das kranke Gesundheitswesen braucht dringend vertrauenswürdige, unabhängige Ärzte!
Dr. med. Norbert M. Hien, Friedrichshafener Straße 11, 81243 München
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