ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2001Praxisverkauf: weitere Tipps

VARIA: Wirtschaft

Praxisverkauf: weitere Tipps

Dtsch Arztebl 2001; 98(21): A-1408 / B-1199 / C-1098

HW

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LNSLNS Viele Leser haben sich in den vergangenen Wochen mit Detailfragen an Holger Wendland gewandt, Autor des zweiteiligen Beitrags „Verkauf einer Praxis – so sollte er gelingen“ (DÄ, Hefte 4 und 5/2001). Unter anderem wurde genauer nach der Geltung von Mietverträgen gefragt, außerdem nach der Situation von angestellten Krankenhausärzten, die ihre Privatambulanz beenden wollen.
Mietverträge werden bei einem Praxisverkauf nicht ungültig. Sie gehen auch nicht automatisch auf den Erwerber über, sondern müssen rechtzeitig nach Maßgabe der vertraglichen beziehungsweise gesetzlichen Bestimmungen gekündigt werden. Der Vermieter kann einen neuen Vertrag abschließen und versuchen, für ihn bessere Konditionen zu erreichen.
Grundsätzlich gelten befristete Verträge bis zum Laufzeitende, sofern keine vorzeitige Kündigung vorgesehen ist. Ein Vermieter muss deshalb keinen Praxisverkäufer vorzeitig aus dem Vertrag entlassen. Wird der Nachmieter nicht akzeptiert, bleibt es bei den getroffenen Regelungen. Es ist allenfalls möglich, sich mit dem Vermieter über eine Untervermietung zu einigen. Kommt der Untermieter seinen Verpflichtungen jedoch nicht nach, trägt der Praxisverkäufer das wirtschaftliche Risiko.
Ist ein in der Klinik angestellter Arzt befugt, im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu liquidieren, dann liegt damit eine selbstständige Tätigkeit vor. Wird sie beendet, gelten die gleichen Bedingungen wie im Beitrag „Praxisverkauf“ beschrieben. Etwas anders kann die Situation sein, wenn der Klinikarzt seine Angestelltenposition kündigt oder in den Ruhestand geht. Stellt er die selbstständige Tätigkeit ein oder übergibt sie einem Nachfolger, greifen die Rahmenbedingungen wie dargestellt. Führt er eine Praxis fort, erzielt er weiterhin Einkünfte. Überlegungen zu Praxisaufgabe/ -verkauf kommen entsprechend erst zum Tragen, wenn es so weit ist. HW
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