VARIA: Personalien

Geburtstage

Dtsch Arztebl 2001; 98(21): A-1415 / B-1201 / C-1129

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Dr. med. Otto Fenner, Facharzt für Laboratoriumsmedizin aus Hamburg, wurde am 23. April 80 Jahre alt.
Der in Spangenberg, Kreis Melsungen bei Kassel, geborene Arzt studierte in Danzig, Marburg und Breslau Medizin, unterbrochen durch Kriegseinsätze. Das medizinische Staatsexamen legte er im März 1945 in Hamburg ab. Seine Weiterbildung im Fach Chirurgie begann er im Lazarett in Bergedorf zu Hamburg. Dann fand er eine Anstellung am Allgemeinen Krankenhaus Barmbek in Hamburg in der Abteilung Transfusionsmedizin, Hygiene und Mikrobiologie. Dann ließ er sich als Nachfolger seines Chefs Prof. Dr. med. Graetz als Kassenarzt in Hamburg nieder. Ab 1947 begann er eine internistische Weiterbildung bei Prof. Dr. med. Günther Budelmann am Allgemeinen Krankenhaus Rissen zu Hamburg. Von 1953 bis 1963 war Fenner leitender Oberarzt der Laboratorien an diesem Krankenhaus. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit im Krankenhaus war er ab 1958 nebenamtlich Schriftleiter der Münchener Medizinischen Wochenschrift. Mehr als 100 Publikationen aus dem Bereich Mikrobiologie, Laboratoriumsdiagnostik und Cytogenetik, aber auch aus seinem eigenen Fach, der Laboratoriumsmedizin, stammen aus der Feder von Otto Fenner. Er war mehr als 30 Jahre Mitglied der Ver­tre­ter­ver­samm­lung und zeitweilig des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung sowie der Kammerversammlung der Ärztekammer Hamburg.
Er war 2. Vorsitzender des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände e.V. und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin e.V. Seit seinem Rückzug aus dem aktiven Berufsleben als Kassenarzt wird die älteste Hamburger Laborarztpraxis (gegründet 1921) von seinen beiden Söhnen und vier weiteren Kollegen fortgeführt.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. mult. h. c. Heinz Häfner, von April 1975 bis September 1994 (seiner Emeritierung) Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim, wurde am 20. Mai 75 Jahre alt.
Häfner studierte in seiner Geburtsstadt München Medizin, Psychologie und Philosophie und kam nach einer Station an der Universität Tübingen nach Heidelberg. Dort wurde er 1965 zum Professor für Psychiatrie ernannt, 1968 zog er ins Klinikum Mannheim und leitete dort die Sozialpsychiatrische Klinik, ehe er Wegbereiter und Gründer des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim wurde. Bereits frühzeitig engagierte sich Häfner für die Psychiatrie-Reform in Deutschland; er war stellvertretender Vorsitzender der Sachverständigenkommission Psychiatrie und übernahm verantwortlich verschiedene Aufgaben bei der Psychiatrie-Reform in Baden-Württemberg. Seit 1976 berät er als Experte für Mental Health die Welt­gesund­heits­organi­sation. Er war Vorsitzender und Mitglied zahlreicher Expertenkommissionen; aktuell ist er Mitglied des Programms der World Psychiatric Association zur Bekämpfung von Stigma und Diskriminierung psychisch Kranker. Häfner ist Autor von mehr als 600 wissenschaftlichen Arbeiten; im Jahr 2000 erschien aus seiner Feder das Buch „Das Rätsel Schizophrenie: Eine Krankheit wird entschlüsselt“, das mit dem
3. Preis für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2000 ausgezeichnet wurde. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema