VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2001; 98(21): A-1415 / B-1201 / C-1129

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Friedrich Bschor, Professor am Institut für Rechtsmedizin der Freien Universität Berlin, ist am 1. April im Alter von 80 Jahren gestorben.
Friedrich Bschor absolvierte seine gerichtsmedizinische Weiterbildung unter anderem in Heidelberg und kam 1951 an die nur zwei Jahre zuvor gegründete Freie Universität Berlin, in das Institut für Gerichtliche und Soziale Medizin. Er habilitierte sich 1956 und war von 1969 bis zu seinem Ruhestand (1986) als Professor für Rechtsmedizin an der FU tätig. Sein besonderes wissenschaftliches und ärztliches Interesse galt den Suchterkrankungen. Die von ihm gegründete Forschungsgruppe „Drogenprobleme“ fand bundesweite Anerkennung, und viele Abhängigkeitskranke suchten seine Hilfe. Schon früh erkannte er, dass den meisten Süchtigen mit einer am „Abstinenzdogma“ ausgerichteten Therapie nicht langfristig geholfen werden kann, und setzte sich als einer der Ersten für die Methadonsubstitution unter geeigneten Bedingungen ein. Umfangreich war er als Gerichtsgutachter tätig, unter anderem in den Terroristenprozessen der 70er-Jahre.
Von 1979 bis 1983 war er Vizepräsident für den Bereich Medizin an der Freien Universität Berlin und engagierte sich neben vielem anderen für die inzwischen umgesetzte Einführung des Faches Allgemeinmedizin im Medizinstudium. Auch nach seinem Ruhestand war er weiter aktiv für diese Anliegen tätig. EB
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