BÜCHER

Handbuch Alkoholismus

Dtsch Arztebl 2001; 98(22): A-1492 / B-1272 / C-1194

Zernig, Gerald; Saria, Alois; Kurz, Martin; O’Malley, Stephanie S.

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LNSLNS Alkoholismus
Praxisnahe Hinweise
Gerald Zernig, Alois Saria, Martin Kurz, Stephanie S. O’Malley (Hrsg.): Handbuch Alkoholismus. Verlag der Universitätsklinik für Psychiatrie Innsbruck, 2000, 580 Seiten, 26 Abbildungen, ca. 50 Tabellen, 99 DM
Während etwa fünf Prozent der deutschen Erwachsenen alkoholabhängig sind, ist damit zu rechnen, dass etwa 15 Prozent der Bevölkerung in potenziell gesundheitsschädlicher Weise Alkohol konsumieren. Da Ärzte häufig als erste mit den körperlichen, aber auch sozialen Folgen von Alkoholmissbrauch konfrontiert werden, kommt ihnen eine entscheidende Bedeutung bei der Früherkennung und Behandlung zu.
Die Herausgeber des Handbuchs orientieren sich an diesen Überlegungen, indem sie zunächst praxisbezogen auf die ambulante und klinische Behandlung gefährdeter und alkoholabhängiger Patienten eingehen. Nach Kapiteln zur Untersuchung und Diagnosestellung werden die Möglichkeiten der Akutbehandlung beschrieben. Anschließend werden längerfristige Konzepte zur Behandlung von Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit dargestellt, wobei einzelne Patientengruppen wie zum Beispiel Jugendliche, ältere Patienten oder Frauen gesondert berücksichtigt werden. Die somatischen Auswirkungen schädlichen Trinkens werden in zehn Kapiteln ausführlich und praxisnah dargestellt. Im Anschluss hieran werden wichtige neuere Forschungsergebnisse, so zur Epidemiologie, zur Genetik und zu therapeutischen Verfahren, dargestellt. Das Buch schließt ab mit einem Überblick über „nützliche Daten“, so zum Beispiel über Arzneimittelinteraktion mit Alkohol und den von ICD-10 und DSM IV vorgenommenen Kategorisierungen der verschiedenen Formen des Alkoholgebrauchs.
Das Buch kann sich für Allgemeinärzte, Internisten und Krankenhausärzte verschiedener Fachgruppen als nützliche Hilfe im täglichen Umgang mit alkoholgefährdeten Patienten erweisen, wobei insbesondere die vielen praxisnahen Hinweise dem Leser zugute kommen werden.
Volker Arolt
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