ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2001GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonist Tirofiban bei Schlaganfall günstig

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonist Tirofiban bei Schlaganfall günstig

Dtsch Arztebl 2001; 98(22): A-1496 / B-1271 / C-1139

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonist Tirofiban hat möglicherweise einen günstigen Einfluss auf das Ausmaß des zerebralen Gewebeschadens beim akuten ischämischen Insult. Das zeigt eine Pilot-Studie, die auf der 45. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung in Düsseldorf vorgestellt wurde.
In der Studie wurden 18 Patienten mit akutem Schlaganfall, deren Zustand sich rund 26 Stunden nach Auftreten der Symptome trotz Heparin-Therapie verschlechterte, zusätzlich 46 Stunden lang mit Tirofiban behandelt. Als Kontrollgruppe dienten 17 Patienten im gleichen Schlaganfallstadium, die unter Heparin stabil waren. Vor Therapiebeginn sowie sieben Tage danach wurde die Größe des zerebralen ischämischen Defekts im Kernspin-Tomogramm gemessen. Es zeigte sich ein deutlicher Unterschied zugunsten des GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonisten: Unter Tirofiban waren die zerebralen Läsionen wesentlich kleiner. Eine erhöhte Rate zerebraler Blutungen wurde nicht beobachtet.
Von Bedeutung ist die Wirksamkeit von Tirofiban (Aggrastat®, MSD Sharp & Dohme) auch bei später Gabe, da Thrombolytika innerhalb von sechs Stunden nach dem Ereignis appliziert werden müssen. Aufgrund der knappen Zeitvorgabe kommt nur ein Bruchteil der Schlaganfall-Patienten in den Genuss dieser Behandlung.
EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema