VARIA: Preise

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2001; 98(22): A-1502 / B-1278 / C-1199

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Deutscher Krebspreis – verliehen durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Dotation: insgesamt 30 000 DM, zu gleichen Teilen für Arbeiten in der experimentellen Krebsforschung und in der Tumordiagnostik und -behandlung. Preisträger des klinischen Teils ist Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schmoll (54), Internistischer Onkologe, Halle. Schmoll beschäftigte sich mit der Therapie-Optimierung bei gastrointestinalen Tumoren mit Schwerpunkt auf kolorektale Karzinome. Der experimentelle Teil des Preises ging an Prof. Dr. med. Ulf Rapp (57), Universität Würzburg. Rapp ist auf dem Gebiet der molekularen Onkologie tätig.

Werner Forßmann-Preis 2000 – verliehen durch die Stiftung „Kardiologie 2000“ der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Dotation: 15 000 DM, an Privatdozent Dr. med. Burkhard Hornig (36), Oberarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover, Abteilung Kardiologie und Angiologie (Förderpreis). Hornig hat sich insbesondere mit der Endothelfunktion von Blutgefäßen, insbesondere Herzkranzgefäßen, beschäftigt.
Der „Preis für ein Lebenswerk“ ging an Prof. Dr. Dr. med. h. c. Ulrich Sigwart (60), Direktor der Abteilung für invasive Kardiologie des Royal Brompton Hospitals in London. In der Laudatio heißt es, der Wissenschaftler habe entscheidenden Anteil an der Entwicklung der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie und der Entwicklung und Einführung der klinischen Routine von intrakoronaren Stents.

Forschungsstipendium – verliehen durch die Max-Kade-Foundation, Dotation: 30 000 US-$, zur Mitfinanzierung eines neunmonatigen Forschungsaufenthaltes im Ausland, an Priv.-Doz. Dr. med. Harald Groeben, Leitender Oberarzt an der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Universitätsklinikum Essen. Der Stipendiat wird mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung Studien am Department of Anesthesiology and Critical Care Medicine der Johns Hopkins University in Baltimore/USA durchführen.

Ludwig-Demling-Forschungsstipendium – verliehen im Rahmen des 107. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V., Dotation: 30 000 DM, gestiftet durch die Olympus Europa Stiftung „Wissenschaft fürs Leben“, an Dr. med. Ralf Kießlich, Universitätsklinikum Mainz, für sein Forschungsprojekt zum Thema „Magnifikations- und High-Resolution-Chromoendoskopie“. „Durch den in diesem Forschungsprojekt untersuchten Verbund aus hochauflösenden Endoskopen mit speziellen Färbemethoden können bösartige Veränderungen des Verdauungstraktes in früheren Stadien entdeckt und entfernt werden“, heißt es in der Laudatio.

Förderpreis ZNS – verliehen durch das Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems e.V., anlässlich der 29. Jahrestagung für Neurotraumatologie und Klinische Neuropsychologie e.V. in Leipzig, Dotation: je 12 500 DM, an Privatdozent Dr. med. Christian Gerloff, Universität Tübingen („Zur kortikalen Repräsentation komplexer Fingerbewegungen: Physiologie und Plastizität“), und an Dr. med. Thomas Platz, Klinik Berlin („Armfähigkeits-Training für Schlaganfall-Patienten und Schädel-Hirn-Trauma-Patienten mit leicht- bis mittelgradiger Armparese – eine randomisierte kontrollierte Studie“).

Fresenius-Erfinderpreis – verliehen durch die Firma Fresenius AG, Bad Homburg, Dotation: insgesamt 10 000 DM, überreicht anlässlich der Medica 2000 in Düsseldorf. Mit dem ersten Preis (Dotation: 5 000 DM) ausgezeichnet wurde Wolfgang Petzke, Maschinenbau-Ingenieur aus München, in Würdigung der Entwicklung eines Fahrrad-Ergometers, mit dem sich der Trainingszustand einzelner Muskelgruppen in den Beinen bestimmen lässt. Der zweite Preis ging an Yvonne Schütz, Auszubildende zur Krankenpflege-Diakonin aus Roßtal bei Fürth, in Würdigung ihrer Arbeiten zur Entwicklung eines Tubenaufsatzes, der bei medizinischen Salben Kontaminationen verhindert. Der dritte Preis ging zu gleichen Teilen an Carmen Brück, Worms, und an Dr. med. dent. Wolfgang Carl, Zahnarzt aus St. Ingbert. Die Maschinenbauerin Brück hat mit Elektroden komplexe Muskelgruppen der Beine stimuliert. Dr. Carl hat eine Therapie zur Behandlung der Paradontitis weiterentwickelt.

Fritz-Acker-Preis – verliehen von der Fritz-Acker-Stiftung, Dotation: 10 000 DM, an Dr. med. Thomas Flöter, Mitglied eines Schmerztherapeutischen Zentrums in Frankfurt/Main, „in Anerkennung seines großen Verdienstes um die Schmerztherapie krebskranker Menschen“. Flöter ist unter anderem Vizepräsident des Verbandes Deutscher Ärzte für Algesiologie, Berufsverband Deutscher Schmerztherapeuten e.V. und Gründer des Schmerztherapeutischen Kolloquiums sowie der Deutschen Schmerzliga und Initiator vieler Aktivitäten für Schmerzpatienten.

Publizistik-Preis – verliehen durch die Stiftung Gesundheit, Kiel, an den gms-Themendienst der Nachrichtenagentur dpa. Der Sonderpreis Patientenrecht 2001 erhielt Silvia Matthies in Würdigung ihres Fernehberichtes mit dem Titel „Tod im Reagenzglas – Ist die Selektion von Embryonen erlaubt?“. Der Beitrag, ausgestrahlt von der ARD und dem Bayerischen Fernsehen, beleuchtet das Thema Präimplantationsdiagnostik sowohl von der ethischen als auch von der rechtlichen Seite.

Drs. Haackert-Forschungsstipendium 2001 – verliehen durch die Drs. Haackert-Stiftung zur Förderung der Pränatalmedizin, Dotation: insgesamt 10 000 DM, an Priv.-Doz. Dr. med. Karim D. Kalache, Oberarzt an der Universitätsfrauenklinik Charité Campus Mitte zu Berlin, in Anerkennung seiner Verdienste im Bereich der Pränatalmedizin.
Der Wissenschaftler erhält das Reise- und Forschungsstipendium in Würdigung seiner innovativen Forschungsarbeit über „Die Ultraschalluntersuchung von Fehlbildungen der fetalen Lunge und oberen Atemwege“.
EB


Harald Groeben
Foto: privat

Karim D. Kalache
Foto: privat
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