ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2001Ärztetags-Sonderstempel: Zu Ehren von Franz Karl Naegele

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Ärztetags-Sonderstempel: Zu Ehren von Franz Karl Naegele

Dtsch Arztebl 2001; 98(22): [84]

Klinkhammer, Gisela

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LNSLNS Das stilisierte Porträt von Franz Karl Naegele (1778 bis 1851) ziert den Sonderstempel, der aus Anlass des 104. Deutschen Ärztetages (22. bis 25. Mai) in Ludwigshafen herausgekommen ist. Das Motiv des Ärztetags-Sonderstempels wurde auf Vorschlag des Leiters der Motivgruppe „Medizin und Pharmazie“ im Philatelistenverband, Dr. med. Rudolf Wallossek, Orthopäde aus Odenthal, realisiert.
Naegele, in Düsseldorf als Sohn des Arztes Joseph Naegele geboren, wurde vor allem bekannt durch seine Leistungen auf dem Gebiet der geburtshilflichen Pathologie und die von ihm initiierten Reformen. Diese bildeten die Grundlage der späteren groß angelegten Armenverpflegung in Barmen und Elberfeld. Stationen seiner Tätigkeit:
– 1800 Promotion in Bamberg, Niederlassung in Barmen, wo Naegele auch Munizipalrat und Mitvorsteher der so genannten Armenanstalt wur-
de;
– 1807 Veröffentlichung der Schrift „Ueber den Zweck, Nutzen und die Einrichtung von Armenanstalten – Eine Aufforderung an die Einwohner Barmens zur Einführung einer gemeinschaftlichen Armenpflege für die Armen sämtlicher Confessionen“, Berufung zum außerordentlichen Professor der Geburtshilfe nach Heidelberg;
– 1810 Ernennung zum ordentlichen Professor und Beginn seiner Tätigkeit als Direktor der Entbindungsanstalt in Heidelberg.
Naegele gilt als einer der bedeutendsten deutschen Geburtshelfer des 19. Jahrhunderts. Verdient gemacht hat er sich unter anderem durch die Berechnung der Schwangerschaftsdauer, die Bestimmung der Beckenneigung und die Verbesserung der Geburtszange. Naegele war Mitherausgeber der „Heidelberger klinischen (seit 1835 ,medicinischen‘) Annalen“ und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze publiziert. – Der Ärztetags-Sonderstempel kann bestellt werden bei Willi Greiner, Meisenweg 9, 47665 Sonsbeck, Telefon: 0 28 38/21 02.
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