ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2001Harmoniemonster: Ansichten und Einsichten, gesammelt auf dem Ärztetag in Ludwigshafen

POLITIK: Deutscher Ärztetag

Harmoniemonster: Ansichten und Einsichten, gesammelt auf dem Ärztetag in Ludwigshafen

Dtsch Arztebl 2001; 98(23): A-1528 / B-1300 / C-1216

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LNSLNS - „Es gibt hier Leute, die benutzen Hauptsätze, Nebensätze, Schachtelsätze und Konsekutivsätze nur, um die vom Ärztetag beschlossene beschränkte Redezeit zu unterlaufen.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer und des Deutschen Ärztetages

- „Ja, ich weiß, Herr Präsident, die Zeit ist um. Aber das ist mir ganz egal. Das muss ich jetzt noch sagen . . .“
Dr. med. Theodor Windhorst, Chirurg aus Bielefeld, auf Hoppes Hinweis, dass die Redezeit überschritten sei

- „Ich möchte die Aussagen von Frau Ulla Schmidt nicht kommentieren, denn schließlich sind wir hier nicht auf einer Schönheitskonferenz.“
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, den die Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin zuvor humorvoll als den „schönsten Arzt des Deutschen Ärztetages“ bezeichnet hat.

- „Ich würde mich freuen, wenn Sie es ein paar Pfennig kleiner hätten.“
Prof. Dr. med. Klaus-Dieter Kossow, Allgemeinarzt aus Achim-Baden, vor dem Deutschen Ärztetag (in einer Replik auf einen Beitrag von Dr. med. Astrid Bühren, Delegierte der Ärztekammer Bayerns)

- „AiP – und das wollen Sie nun abschaffen, nur weil sie ausgenutzt werden?“
Dr. med. Ulrich Lang, Delegierter der Ärztekammer Hessen, bei der Diskussion über die Ausbeutung junger Ärzte

- „Ich war elf Jahre an einer Hochschule als Klinikarzt tätig, geadelt hat mich’s allerdings nicht. Ich habe dies überlebt, wie Sie sehen.“
Dr. med Dieter Mitrenga, Internist, Klinikchefarzt aus Köln, anlässlich der 99. Haupt­ver­samm­lung des Marburger Bundes am 20. Mai in Ludwigshafen

- „Die Politiker und das Bundesfinanzministerium sind inkonsequent: Bei der Umsatzsteuer sind sie fix, beim Nachtdienst der Klinikärzte tun sie nix!“
Rudolf Henke, Internist aus Aachen, stellvertretender Bundesvorsitzender des Marburger Bundes

-Loch.“
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery

- „Mir wird langsam schummrig. Ich fürchte, dass dieser Ärztetag zu einem Harmoniemonster wird. Alle sind sich so einig.“
Dr. med. Ulrich Lang

-Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Wenn man nicht pro Tag als Klinikarzt zwei Leben gerettet hat, kann man nachts nicht mehr ruhig schlafen, und man meint, man habe tagsüber nicht genug getan.“
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Bundesvorsitzender des Marburger Bundes, vor der 99. Haupt­ver­samm­lung seines Verbandes am 20. Mai in Ludwigshafen

-er ein Promille Alkohol im Blut. Nach 30 Stunden Dienst wird jeder Patient zum Feind. Mit 0,5 Promille ist aber der Lappen weg!“
Dr. med. Klaus Udo Josten, Anästhesist, Oberarzt aus Bonn, vor der 99. Haupt­ver­samm­lung des Marburger Bundes am 20. Mai in Ludwigshafen

- „Wir sind doch alle Ärzte, wir wissen, wie das geht.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe

- „Auf dem Weg des Lebens kann man den Wind nicht immer im Rücken haben.“
Dr. med. Dieter Mitrenga, Delegierter der Ärztekammer Nordrhein

- „Die Bundes­ärzte­kammer hat einen Angestellten, und der ist für den Rest der Mannschaft verantwortlich, und das hat bisher gut funktioniert.“
Prof. Hoppe über Prof. Dr. med. Christoph Fuchs, den Hauptgeschäftsführer der Bundes­ärzte­kammer

- „Das Problem ist nicht damit gelöst, dass ich alle Krankenhausverwaltungsleiter und Klinikchefs in das Gefängnis stecke und sie dann regelmäßig besuche und ihnen zur Hafterschwerung noch das Kantinenessen mitbringe.“
Dr. med. Frank Ulrich Montgomery

- „Mir hat es hier Freude gemacht, das habe ich von Karsten Vilmar gelernt.“
Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe
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