Supplement: Praxis Computer

Informationssysteme in Arztpraxen

Dtsch Arztebl 2001; 98(23): [10]

EB

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m Computerbasierte Systeme spielen in Arztpraxen und Apotheken eine große Rolle – die Nachfrage nach EDV und Telematik-Anwendungen steigt. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan („The European Market for Primary Care Information Systems“, Preis: 4 980 Euro) sollen die Umsätze im Europamarkt für Praxis- und Apotheken-Informationssysteme von 420 Millionen US-Dollar im Jahr 2000 auf 540 Millionen bis 2006 klettern.
Die Akteure im Markt setzen vor allem auf die jüngere Generation der Ärzte und Apotheker, für die der Einsatz von Computern in der Regel selbstverständlich ist. Weitere Impulse für den Markt werden von der nächsten Systemgeneration erwartet, die über Internet-basierte Portale laufen wird. Zudem werden die neuen Produkte finanziell attraktiver: Hard- und Software werden preiswerter, und die Telekommunikationstarife sinken.
Auf Herstellerseite verstärken die Preisrückgänge durch schrumpfende Margen den Druck. Allerdings zeichnet sich unter den Firmen ein Konsolidierungstrend ab. Die Formierung der ersten europaweit operierenden Konzerne wird zu weiterem Wachstum beitragen. Als dominante Player nennt die Studie Torex Health, Cegedim und Medistar. Ihre Umsätze erzielen diese Unternehmen über Verkauf, Lizenzierung und Installation von Praxis-EDV sowie über die Instandhaltungsgebühr.
Bei den Ländermärkten teilen sich gegenwärtig Deutschland und Großbritannien 56,3 Prozent des Gesamtumsatzes. In Großbritannien profitiert der Markt von einer Regierungsinitiative, die die Einführung von Computersystemen im Praxiswesen unterstützt, und von der Etablierung eines zentralen Informationsservice für Arztpraxen. Allerdings sind die Märkte in Großbritannien und Deutschland zunehmend gesättigt, sodass die Konjunktur eher abflauen wird. Dagegen sollen die Märkte Italien und Spanien ab 2003 stark zulegen. EB
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