Supplement: Praxis Computer

Leserforum

Dtsch Arztebl 2001; 98(23): [16]

Fabisiak, Reinhard; Schmitz, Michael; Reuter, Winfried

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LNSLNS Gesundheitstelematik: Aufforderung zum Handeln
PC 1/01, Seite 6 ff.
m Wohltuend, die sorgfältige Aufarbeitung zumThema Gesundheitstelematik! Die führenden Praxiscomputeranbieter, vereint im VDAP (Verband Deutscher Arztpraxis-Softwarehersteller e. V.), haben mit genau den hier gestellten Anforderungen den Standard VCS zur Telekommunikation im Gesundheitswesen entwickelt. Die Hürde der fehlenden Interoperabiltität von EDV-Systemen und Providern ist mit VCS genommen. Das Stufenmodell von VCS erlaubt es, die Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz für die nächsten Entwicklungsschritte aufzunehmen. So können wir dem Autor nur zustimmen und alle Beteiligten zum Handeln, das heißt Mitmachen, auffordern.
Michael Schmitz,
Vorsitzender des VDAP, Geschäftsführer der Compu-
MED Praxiscomputer GmbH & Co. KG,
Maria Trost 25, 56070 Koblenz


Arzt-Homepage und
Berufsordnung
PC 2/01, Seite 2 ff.
m Als hausärztlich tätiger Allgemeinmediziner in einer großen Praxis, die ihr Individualbudget regelmäßig weit überschreitet, sehe ich keinen Nutzen in einer Internet-Präsentation, die den Zweck hat, neue Patienten für die Praxis zu gewinnen. Dies mag für hochspezialisierte Fachgebiete mit überregionalem Einzugsbereich anders sein.
Die Internet-Präsenz kann allerdings bei konsequenter Integration in die Praxisorganisation und -Software der Hausarztpraxis erhebliche Organisationsverbesserungen bringen, wenn ihr Zweck der Kommunikation zwischen Patient und Praxis dient: Bei uns wird durch Daueraushänge in den Praxisräumen auf unsere Website hingewiesen. Auf der Homepage finden unsere Patienten unter anderem eine Information über die aktuelle Auslastung der Praxis, die während der Praxiszeiten alle zehn Minuten aufgefrischt wird, sowie ein Kontaktformular zur Nachbestellung von Dauermedikamenten, Anfragen zur Terminvergabe etc. Unsere Software automatisiert dabei alle wiederkehrenden Vorgänge wie Uploads und Mailboxabfragen.
Viele Patienten arbeiten an einem Computerarbeitsplatz oder sitzen spätabends zu Hause am PC. Diese bilden eine stetig wachsende Klientel, die bei Nutzung unseres Kommunikationsangebotes Frust mit besetzten Telefonleitungen oder Anrufbeantworterphrasen vermeidet.
Dr. med. Winfried Reuter,
Valencienner Straße 134, 52355 Düren,
dr.reuter@reuter-stankewitz.de


Der Kassenarztbrief (EBM 75) – preiswert und gut?
m Kurz, ausführlich, übersichtlich, prägnant, elektronisch übertragbar und verständlich soll er sein. Floskeln über den Patientenbesitz wie „mein, Dein, Ihrer“, Dank für Überweisung im Zeitalter der Patientenkarte und Intimitäten ( . . .) sind entbehrlich wie eine Anrede.
Name, Vorname und Geburtsdatum sowie Datum der Untersuchung gegebenenfalls neben der Patientennummer reichen als Überschrift. Epikritisch formulierte Berichte verzichten auf „Diagnose“ und „Therapie“ in den Eingangszeilen und zwingen so zum Lesen des gesamten Textes, der dann aber eine halbe DIN-A4-Seite nicht übersteigen sollte. Der klinisch-pathologische Organbefund wird im Bezug zum Körper dargestellt. Technische Befunde (Röntgen, EKG, Labor etc.) sollten optisch abgesetzt sein. Einige Grundsätze der „Altvorderen“ bleiben gültig.
Nach der Lektüre muss klar sein, warum der Patient den Arzt aufgesucht hat (Anamnese), ob er krank ist (Qualität der Diagnose und Quantität der Symptome) und ob eine weitere Diagnostik für erforderlich gehalten wird. Die eingeleitete Therapie, gegebenenfalls ein Therapievorschlag, die getroffenen Verordnungen, das Kontrollintervall (von wem wird der Patient weiterbehandelt?) und eine sozialmedizinische Einschätzung stehen am Schluss.
Der übliche Brief verlässt die Praxis mit dem Patienten (offen im Umschlag, nicht wie bei Hamlet), was „Multitaskingfähigkeit“ von Arzt und PC voraussetzt und kostengünstig nur mit einem Sprachdiktiersystem gelingt. Via Voice 8.0 von IBM ist geeignet und einfach einzusetzen. Voraussetzungen des PC sind Pentium III/AMD > = 600 MHz, 128 MB RAM, Soundkarte oder besser USB-Headset (über Internet zu beziehen). Ich nutze ein Windows98-Netzwerk wegen der Fenstertechnik (Briefordner unabhängig vom Arztprogramm) und einen weiteren Drucker (Laser neben Nadeldrucker) am Empfang, der über eine zweite parallele Schnittstelle (PCI-Karte)angeschlossen ist. Dr. med. Reinhard Fabisiak,
Schützenplatz 32, 38259 Salzgitter
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