BÜCHER

Das Klimakterium

Dtsch Arztebl 2001; 98(23): A-1545 / B-1318 / C-1232

Braendle, Wilhelm

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LNSLNS Gynäkologie
Gute Orientierungshilfe
Wilhelm Braendle: Das Klimakterium. Endokrinologie, Pharmakologie der Hormone und Hormonsubstitution. Edition Gynäkologie und Geburtsmedizin, Band 12, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2000, 279 Seiten, 59 Abbildungen, 58 Tabellen, kartoniert, 72 DM
Ein Viertel der weiblichen Bevölkerung Deutschlands befindet sich im Klimakterium, 85 Prozent dieser Frauen beklagen Beschwerden, die durch eine Hormonsubstitution therapeutisch beeinflussbar wären. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Substitutionstherapie sollte der behandelnde Arzt durch richtige Information die Rat suchende Patientin in die Lage versetzen können, diese Entscheidung selbst zu treffen. Hierzu eignet sich das vorliegende Buch, da es durch eine übersichtliche Gliederung und eine knappe und prägnante Sprache einen schnellen Zugriff auf die relevanten Fragen und Antworten des Themenkomplexes ermöglicht. Die dem Text zugrunde liegende Literaturauswahl und die Studienauswertungen befinden sich auf dem Stand von 1998 und vorher.
Beginnend bei den endokrinologischen Grundlagen und der Symptomatik des Klimakteriums und der Postmenopause, über biochemische und pharmakologische Wirkprinzipien körpereigener und substituierter Hormone gelangt das Autorenteam schließlich zur hohen Kunst des differenzierten Einsatzes der HRT. Der Einfluss der Substitutionstherapie auf die Zielorgane und die immer wieder aufgeworfene Frage nach dem Karzinomrisiko werden ausführlich erörtert. Hervorzuheben sind auch die Kapitel über die sozialmedizinischen Aspekte der Behandlungsmöglichkeiten.
Einen Überblick über den Dschungel der auf dem Markt befindlichen Hormonpräparate lässt das Buch zwar vermissen, es bietet jedoch eine gute Orientierungshilfe. Bei der meist umfangreichen Literatur zur gynäkologischen Endokrinologie ist der vorliegende Band eine kompakte Ergänzung, insbesondere zur Vermittlung des gesicherten Wissens. Wer sich auf den aktuellen Stand der momentanen HRT-Diskussion bringen möchte, wird enttäuscht sein. Da hilft nach wie vor nur das Eigenstudium der einschlägigen Fachzeitschriften und des Internets. Christine Martin
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