ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001Nationaler Ethikrat : „Beratender Charakter“

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Nationaler Ethikrat : „Beratender Charakter“

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1580 / B-1352 / C-1260

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LNSLNS Schröder betont die Aufgaben des Gremiums.
Der Nationale Ethikrat hat in seiner ersten Arbeitssitzung die Deutsche Forschungsgemeinschaft aufgefordert, die Entscheidung über den Import embryonaler Stammzellen bis Dezember zu verschieben. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte zuvor in seiner Rede erklärt, dass die Debatte über die Gentechnik nicht unter Zeitdruck geführt werden dürfe.
Aufgabe der Ratsmitglieder sei es, Informationen bereit zu stellen, bei der Verbreitung dieser Informationen zu helfen, Empfehlungen auszusprechen und Einfluss auf die öffentliche Debatte zu nehmen, erklärte Schröder. Es werde aber nicht erwartet, dass der Ethikrat neue Maßstäbe für die rechtlichen Rahmenbedingungen der Nutzung von Gen- und Biotechnologie setze. Diese seien bekannt; zu allererst hieße das: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Die Empfehlungen des neuen Expertengremiums sollten nicht die Entscheidungen von politisch verantwortlichen Institutionen ersetzen. Es gehe darum, „eine Ethik des Heilens und des Helfens mit der Achtung vor der Schöpfung und den Schutz des Lebens in Einklang zu bringen“, erklärte der Kanzler.
Die Einrichtung des Ethikrates war von der Bundesregierung am 2. Mai beschlossen worden; ihm gehören 25 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft an. Die Geschäftsstelle ist bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt.
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