ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001Schönheitschirurg: „Aus“ für Bezeichnung

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Schönheitschirurg: „Aus“ für Bezeichnung

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1581 / B-1353 / C-1261

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LNSLNS Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie fordert spezielle Qualifikation.
Jeder approbierte Arzt in Deutschland kann – ohne zusätzliche Qualifikation – die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ führen. Um Qualitätsstandards zu setzen, will die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie (DGAC) ein eigenes Zertifizierungssystem einführen. Mit strengen Regeln und der Verpflichtung zur Weiterbildung will sie verschiedene Fachrichtungen der Ästhetischen Chirurgie schaffen. So sollen beispielsweise Gynäkologen, die sich durch Theorie und Praxis weiter qualifizieren, Ästhetische Chirurgen auf dem Gebiet der Brustvergrößerungen oder -verkleinerungen werden. Die Qualifikation soll garantieren, dass eine Operation beim Ästhetischen Chirurgen nach gewissen Standards erfolgt, um ein positives Ergebnis zu sichern. „Der Begriff Schönheitschirurg wird jetzt von der exakteren Bezeichnung Ästhetischer Chirurg ersetzt. Damit ist gewährleistet, dass Patienten in fachlich geschulte Hände gelangen“, sagte der Präsident der DGAC, Prof. Dr. med. Heinz Bull. Die Satzung sieht auch vor, dass Ärzte, die die Qualifizierungsmaßnahmen nicht erfüllen, auf Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden. Bei dem Zertifizierungssystem der DGAC handelt es sich nicht um eine berufsrechtliche Regelung. Es kann jedoch für die betroffenen Ärzte haftungsrechtlich relevant sein.


Der „Ästhetische Chirurg“ soll den „Schönheitschirurg“ ersetzen.
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