BRIEFE

PID: Klein beigegeben

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1609 / B-1380 / C-1283

Leutner, Elisabeth

Zu dem Interview mit Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe „Eine Sieger-Besiegten-Stimmung darf nicht aufkommen“ in Heft 20/2001:
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LNSLNS Der Anfang des Interviews mit dem Präsidenten der Bundes­ärzte­kammer vermittelt den Eindruck, dass sich die Ärzteschaft bei den Fragen PID, PND und Embryonenschutz nach dem gesellschaftlichen Konsens richtet. Hätte der Interviewer nicht so penetrant insistiert, so hätte man vermutlich die persönliche Meinung von Prof. Hoppe überhaupt nicht erfahren – nämlich, dass er gegen PID und PND ist und in diesem Zusammenhang für eine Neudiskussion des gesamten § 218, der in seiner gegenwärtigen Fassung erwartungsgemäß keine Reduzierung der Abtreibungszahlen brachte.
Leider hat Prof. Hoppe am Ende des Interviews doch wieder klein beigegeben, indem er sagte, dass, wenn die Politik die PID zulasse, die Ärzteschaft entsprechende Richtlinien ausarbeiten würde – statt zu sagen, dass wir als Ärzte uns für diese Methode der reinen Selektion und der sicheren Möglichkeit des Missbrauchs nicht hergeben und er für seine Meinung innerhalb der Ärzteschaft für eine Mehrheit kämpfe. Wenn nicht einmal wir Ärzte unsere Verpflichtung als Vordenker und Verfechter des absoluten Lebensschutzes mehr nachkommen, was erwarten wir dann von der Gesellschaft?
Dr. med. Elisabeth Leutner, Karl-Christ-Straße 1, 69118 Heidelberg
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