ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001PID: Es geht auch um das menschliche Leid

BRIEFE

PID: Es geht auch um das menschliche Leid

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1609 / B-1380 / C-1283

Künnert, Brigitte

Zu dem Interview mit Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe „Eine Sieger-Besiegten-Stimmung darf nicht aufkommen“ in Heft 20/2001:
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LNSLNS Beim Lesen der Diskussionen über PID fällt mir auf, dass niemals die Frage gestellt wird, ob der Embryo überhaupt unter allen Umständen geschützt werden will, oder, anders ausgedrückt, ob ein Mensch in seinem frühesten Entwicklungsstadium sich für oder gegen ein Leben mit schwerer Behinderung entscheiden würde, wenn er könnte. Ich kann mir vorstellen, dass in Zukunft Menschen mit schweren genetisch bedingten Krankheiten, soweit sie geistig leistungsfähig sind, ihre Eltern und vor allem den Staat für ihre Behinderung verantwortlich machen werden, da in anderen Ländern die PID erlaubt ist. Hierbei geht es nicht um Wertvorstellungen, nicht um Selektion und Eugenik, sondern schlicht und einfach um das menschliche Leid, das die Betroffenen ihr ganzes Leben lang erdulden müssen. Humanität und Ethik sollten eigentlich miteinander vereinbar sein.
Dr. sc. med. Brigitte Künnert, Burkhardtstraße 11, 07819 Triptis
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