szmtag Aventis: Wichtiges unerwähnt
ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001Aventis: Wichtiges unerwähnt

BRIEFE

Aventis: Wichtiges unerwähnt

Nega, Norbert

Zu dem Wirtschafts-Beitrag „Vom Farbenwerk zum Life-Science-Konzern“ von Philip Jürgens in Heft 12/2001::
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS - Die sehr verkürzte und geschönte Darstellung der Geschichte der Firma Höchst kann so nicht stehen gelassen werden. In einem Nebensatz wird lapidar erwähnt, dass in den 30er- und 40er-Jahren mithilfe von Zwangsarbeitern Spreng- und Kampfstoffe für das NS-Regime produziert wurden. Kein Wort wird über die Produktion von Cyclon B verloren, womit Millionen von vermeintlich regimefeindlichen Menschen umgebracht wurden. Der wirtschaftliche Aufstieg und die Überschüsse basieren in nicht unerheblichem Maße auf der aktiven Unterstützung dieses menschenverachtenden Regimes. Warum wird hierüber kein Wort verloren? Im Andenken an alle Menschen, die unter diesen Umständen leiden mussten, darf dieses in einem Organ der Deutschen Ärzteschaft nicht verschwiegen werden.
- Als ob es nicht schon reicht, täglich mit Hochglanzwerbebroschüren bombardiert zu werden, wird hier über eine ganze Seite ein Pharmakonzern „dargestellt“. In meinen Augen ist das Werbung, die von unseren Kammerbeiträgen finanziert wird. Meiner Meinung nach ist das Deutsche Ärzteblatt als unabhängiges Organ nicht das richtige Forum für eine kostenlose Werbeseite für obigen Konzern, zumal bei den angegebenen Überschüssen eigentlich genügend eigene finanzielle Mittel zur Verfügung stehen müssten.
Dr. med. Norbert Nega, Stiftstraße 47 a, 32427 Minden
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote