ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001Parvovirus B19: Ein Infektionserreger mit vielen Erkrankungsbildern

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Parvovirus B19: Ein Infektionserreger mit vielen Erkrankungsbildern

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1620 / B-1390 / C-1293

Modrow, Susanne

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LNSLNS Zusammenfassung
Infektionen mit Parvovirus B19 verursachen eine der klassischen Kinderkrankheiten, die meist problemlos verlaufenden Ringelröteln (Erythema infectiosum). In den letzten Jahren fand man, dass Parvovirus-B19-Infektionen jedoch auch mit schweren Erkrankungen wie Arthritiden und Arthralgien, Anämien, Thrombo- und Granulozytopenien, Hepatitiden und Myokarditiden einhergehen können. Hierbei persi-
stiert das Virus oft über längere Zeiträume im Blut oder in bestimmten Geweben. Des Weiteren können Infektionen bei schwangeren Frauen zu Spontanaborten, Totgeburten oder Hydrops fetalis führen. Da durchschnittlich die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter keinen Immunschutz besitzt, stellen Parvovirus-B19-Infektionen eine häufige viruskorrelierte Komplikation während der Schwangerschaft dar. Aufgrund der neuen epidemiologischen Datenlage sollten die Parvovirus-B19-Infektionen und die Übertragungswege des Virus mehr Beachtung als bisher erfahren.

Schlüsselwörter: Parvovirus B19, persistierende Infektion, Schwangerschaftskomplikation, Übertragungsweg, Immuntherapie

Summary
Parvovirus B19: An Infectious Agent With Various Manifestations
Parvovirus B19 is the aetiological agent of one of the classical diseases of childhood, the rash illness fifth disease (erythema infectiosum). Beside this usually harmless illness parvovirus B19 was, however, found to be associated with a variety of severe diseases such as arthritis, anemia, thrombo- and granulocytopenia, hepatitis and myocarditis. In these cases parvovirus B19 may persist over long periods of time in the peripheral blood or in individual organs of the patients. During pregnancy infections may result in spontaneous abortions, intrauterine fetal death and hydrops
fetalis. Since about half of the young adults are not immune, parvovirus B19-infections should be assumed as an important reason for virus-correlated problems during pregnancy. Based on these epidemiological data that were accumulated during the past years clinicians should pay more attention to B19-infections and the mode of viral transmission.

Key words: parvovirus B19, persistent infection, complication during pregnancy, transmission, immunotherapy


Parvovirus B19 wurde erstmals 1975 in der Konserve eines gesunden Blutspenders nachgewiesen (7). Bereits einige Jahre später gelang es, dieses Virus als den Verursacher der Ringelröteln, einer mit einem Hautausschlag einhergehenden Kinderkrankheit, zu identifizieren (1). Mit einem Durchmesser der Partikel von 18 bis 26 nm zählt Parvovirus B19 zu den kleinsten bekannten Viren. Man ordnet es dem Genus Erythrovirus in der Familie der Parvoviridae zu, in der es den einzigen humanpathogenen Erreger darstellt. Die Viruskapside sind nicht von einer Hüllmembran umgeben und äußerst stabil (Abbildung 1). Sie bestehen aus zwei Strukturproteinen (VP1- und VP2-Protein) und enthalten ein einzelsträngiges, etwa 5 600 Basen langes DNA-Molekül als Erbinformation. Parvovirus B19 infiziert bevorzugt die Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen. In diesen Zielzellen erfolgt der produktive Replikationszyklus, in dessen Verlauf ein weiteres virales Protein, das Nichtstrukturprotein NS1, gebildet wird. Die infizierten Zellen setzen große Mengen von Viren frei und werden letztendlich durch Einleitung der Apoptose zerstört.
Epidemiologie und Übertragung
Infektionen durch Parvovirus B19 erfolgen überwiegend in der Kindheit: Durch den Nachweis von virusspezifischen Antikörpern findet man bei 40 bis 50 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 Jahren, dass sie den Status einer abgelaufenen B19-Infektion haben und immunologisch vor Reinfektionen geschützt sind. Da aber auch Erwachsene infiziert werden, steigt die Durchseuchungsrate auf etwa 70 bis 80 Prozent bei den 40- bis 50-Jährigen.
Parvovirus B19 wird üblicherweise oral durch Tröpfcheninfektion übertragen. In akut infizierten Personen findet man das Virus im Blut, zum Teil in sehr großen Konzentrationen von 1011 bis zu 1013 Partikeln pro Milliliter. In dieser frühen Phase der akuten Infektion, in der noch keine virusspezifischen Antikörper vorliegen, können die virale DNA und infektiöse Partikel auch im Speichel nachgewiesen werden. Die Virusmengen im Speichel und peripheren Blut sinken zeitgleich mit der Ausbildung einer spezifischen Immunantwort ab. Die Erreger sind meist schon wenige Wochen nach der Infektion eliminiert und können auch mit äußerst sensitiven diagnostischen Nachweismethoden nicht mehr aufgespürt werden. In etwa 20 Prozent der Infizierten etabliert sich jedoch eine chronisch persistierende Form der B19-Infektion, während derer man im Blut zwar wesentlich geringere Virusmengen (103 bis 107 Partikel pro Milliliter), diese aber über längere Zeiträume nachweisen kann.
Da Parvovirus B19 im Blut der Patienten vorhanden ist, kann die Übertragung der Infektion auch durch Schmierinfektionen von Blut und durch kontaminierte Blutkonserven erfolgen. Die Erreger besitzen keine Lipidmembran als Hülle und sind daher besonders stabil gegenüber chemischen und physikalischen Inaktivierungsmethoden. Deswegen sind sie als infektiöse Viren auch in Blutprodukten vorhanden (33). Man konnte zeigen, dass weder Erhitzen auf 80°C für 72 Stunden oder auf 100°C für 30 Minuten noch die üblicherweise zur Abtötung membranumhüllter Viren eingesetzte Behandlung mit Lösungsmitteln und Detergenzien die Infektiosität von Parvovirus B19 zerstören (38). Da durchschnittlich eine von 1 000 bis 2 000 Blutspenden die Erreger in zum Teil sehr großen Mengen enthält, sind infektiöse Parvoviren in Blutprodukten wie den Gerinnungsfaktoren VIII und IX, in Albumin und weiteren aus menschlichem Blutplasma gewonnenen Präparaten (zum Beispiel PPSB) vorhanden (3, 13, 48). Deswegen zeigen Hämophiliepatienten, insbesondere solche mit schweren Störungen der Blutgerinnung, die häufig mit Faktor VIII oder IX substituiert werden, bereits im Kindesalter eine Serokonversionsrate von fast 100 Prozent. Auch das ist ein Hinweis dafür, dass infektiöse B19-Viren in aus Blutplasma gewonnenen Präparaten vorhanden sind.
Klinik
Dem relativ einfachen molekularen Aufbau von Parvovirus B19 steht eine große Bandbreite unterschiedlicher Erkrankungen gegenüber, mit denen die Infektionen einhergehen können (Textkasten 1). Der Verlauf der Infektion und die Schwere der dabei auftretenden Symptome sind hauptsächlich vom hämatologischen und immunologischen Status der Patienten abhängig.
Immunkompetente Personen
Knapp ein Drittel der Parvovirus-B19-Infektionen verlaufen ohne Symptome. Vor allem bei Kindern verursacht das Virus das Erythema infectiosum (Ringelröteln), im englischen Sprachgebrauch auch als „slapped cheek disease“ oder „fifth disease“ bekannt. Der Ausdruck „fifth disease“ bezieht sich auf die fünf Kinderkrankheiten, die mit der Bildung eines Hautausschlags verbunden sind: Masern, Röteln, Windpocken, Scharlach und eben die Ringelröteln. Das Erythema infectiosum ist durch ein unspezifisches Prodromalstadium mit erkältungsähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, leichter Übelkeit und Durchfällen gekennzeichnet. Nach etwa zwei bis fünf Tagen erscheint der charakteristische Ausschlag, zuerst als feurig-rote Eruption auf den Wangen (Abbildung 2a). Nach weiteren ein bis vier Tagen folgt ein zweites Stadium: Ein makulopapulöses Exanthem, das häufig die Form der für die Ringelröteln typischen Girlanden oder Ringeln zeigt (Abbildung 2b). Bei Kindern verlaufen die Parvovirus-B19-Infektionen im Allgemeinen problemlos und mild. Gerade in jüngster Zeit häufen sich jedoch die Befunde, die auch in Kindern das Auftreten von Gelenkentzündungen mit der B19-Infektion assoziieren (19, 22). Diese Symptomatik galt bislang als häufigste Komplikation der Parvovirus-B19-Infektion im Erwachsenenalter, die bevorzugt bei erwachsenen Frauen auftritt. Hier fand man in 50 Prozent der Fälle Arthropathien, vor allem der kleinen Gelenke beider Hände und Füße (25, 36, 46). Die Gelenkbeschwerden dauern gewöhnlich ein bis zwei Wochen an. Bei etwa 20 Prozent der Patienten bleiben sie jedoch über zwei Monate oder auch über Jahre bestehen oder können immer wiederkehren. In diesen Fällen bleibt das Virus im peripheren Blut und/oder in den betroffenen Gelenken vorhanden – es entwickeln sich somit persistierende Parvovirus-B19-Infektionen (5, 37, 44, 45).
Weil Parvovirus B19 durch seinen ausgeprägten Tropismus erythroide Vorläuferzellen befällt und zerstört, kommt es im Infektionsverlauf zu akuten Anämien. Eine vorübergehende Abnahme der Retikulozyten und der Hämoglobinwerte als Hinweis auf die virusbedingte Zerstörung der Erythrozytenvorläufer findet man daher bei allen, auch bei den ansonsten asymptomatischen B19-Infektionen (2). Ähnlich wie die Arthritiden können auch die Anämien über längere Zeit andauern oder rekurrieren (17, 18, 49). Außer Anämien treten aber auch Veränderungen in den Werten anderer Blutzellen auf. Man findet oft eine akute, gelegentlich auch persistierende Abnahme der Thrombozyten und der neutrophilen Granulozyten (4, 24, 39, 40). Diese Symptomatik kann in Einzelfällen zu lebensbedrohenden und auch tödlichen Verläufen führen. Des Weiteren wurden auch Purpura Schönloch-Henlein, idiopathische thrombozytopenische Purpura (Morbus Werlhof) sowie transitorische Panzytopenien als mögliche Folgen der Parvovirus-B19-Infektion beschrieben (10, 39). In einigen Fällen beobachtet man im Infektionsverlauf die Ausbildung des virusassoziierten hämophagozytären Syndroms (VAHS). Dieses ist durch eine reversible Hyperplasie der Histiozyten sowie eine ausgeprägte Hämophagozytose und Zytopenie gekennzeichnet. Die Erkrankung nimmt einen meist gutartigen, selbstlimitierenden Verlauf.
Frühere Hinweise, dass die Virusinfektion ätiologisch mit der Entstehung des SLE (SLE, systemischer Lupus erythematodes) in Verbindung steht, konnten nicht bestätigt werden und sind daher umstritten (12, 47). Die Parvovirus-B19-Infektion kann jedoch einem akuten SLE sehr stark ähneln und in Einzelfällen bei zugrunde liegendem SLE neue Schübe dieser Autoimmunerkrankung auslösen (11, 21). Ähnliches gilt für Patienten mit Sjögren-Syndrom als Grunderkrankung (35).
Weiterhin stehen akute Hepatitiden oder Fälle von akutem Leberversagen gelegentlich im Verdacht, durch Parvovirus-B19-Infektionen verursacht zu sein. In Leberbiopsien der Patienten fand man vereinzelt B19-Genome, wie häufig die Infektion allerdings mit dieser Symptomatik assoziiert ist, ist nicht geklärt (8, 14, 43). Auch wurden gelegentliche Fälle von akuter Glomerulonephritis als Folge einer B19-Infektion beschrieben (26).
In jüngster Zeit wird jedoch eine weitere schwere Erkrankung als kausal durch Parvovirus B19 verursacht diskutiert. In Patienten mit Myokarditis und dilatativer Kardiomyopathie findet man in Endothelzellen von Endomyokardbiopsien gehäuft Virusgenome, etwa 30 Prozent der untersuchten Proben erwiesen sich dabei als positiv. Es scheint sich allerdings nicht um eine Symptomatik zu handeln, die mit akuten B19-Infektionen einhergeht. Das Parvovirus persistiert hier im Myokard der Patienten (9, 27, 29). Inwieweit sich diese Befunde bestätigen lassen, bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten. Allerdings sollte man bei ungeklärter kausaler Genese von Myokarditiden auch an Parvovirus B19 als ursächliches Agens denken.
Hämatologische Erkrankungen
Weil Parvovirus B19 durch seinen ausgeprägten Tropismus Erythrozytenvorläuferzellen infiziert und zerstört, entwickeln Patienten mit Erkrankungen des blutbildenden Systems häufig schwere akute Anämien. Damit muss vor allem bei Patienten mit Sichelzellanämie, erblicher Sphärozytose und verschiedenen Thalassämien, aber auch bei solchen mit hämolytischer Autoimmunanämie oder mit Enzymanomalien der roten Blutkörperchen wie Pyruvatkinasedefizienz gerechnet werden. In diesen Fällen tritt plötzlich eine lebensbedrohende Anämie auf, die oft mit einem völligen Fehlen der Retikulozyten einhergehen kann. Diese aplastischen Krisen können jedoch auch ohne hämatologische Grunderkrankung bei Patienten mit erythroidem Stress, beispielsweise verursacht durch schwere Blutverluste bei Unfällen oder chirurgischen Eingriffen oder durch Eisenmangelanämien auftreten. Sie müssen umgehend mit Bluttransfusionen therapiert werden, um Dekompensationen zu vermeiden.
Schwangere Frauen
Wenn Parvovirus B19 schwangere Frauen infiziert, dann kann das mit schweren Folgen für den Fetus verbunden sein. Infektionen in der Frühschwangerschaft können zum Spontanabort führen. Wie häufig dies geschieht, ist unklar. Vor allem im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft können die Viren transplazentar auf den Fetus übertragen werden. Man schätzt, dass dies in 10 bis 20 Prozent der schwangeren Frauen mit Parvovirus-B19-Infektion geschieht (Public Health Working Party on Fifth Disease) (34). In diesem Entwicklungsstadium findet das Virus im Fetus infizierbare Zellen vor – es vermehrt sich vor allem in den Pronormoblasten der fetalen Leber. Virusgenome konnte man aber auch im fetalen Myokard und der Lunge nachweisen. Als Folge der Zerstörung der Erythrozytenvorläufer und der damit verbundenen Unterbrechung der Bildung von roten Blutkörperchen kommt es im Fetus zur Ausbildung von schweren Anämien mit der Folge von Ödemen und Wassereinlagerungen im Gewebe (Aszites, Hydrothorax, Hydroperikard). Dieser Hydrops fetalis führt unbehandelt fast immer zum Tod des ungeborenen Kindes und zum Abort. Spontane Rückbildungen wurden nur sehr selten berichtet. Neuere Untersuchungen in Schweden, in deren Rahmen die intrauterinen fetalen Todesfälle in der Spätschwangerschaft untersucht wurden, zeigten jedoch auch bei 15 Prozent dieser nicht mit Hydrops verbundenen Fälle eine Assoziation mit Parvovirus-B19-Infektionen (28, 42). Hinweise auf Schädigungen oder Missbildungen des Fetus als Folge der B19-Infektion gibt es bisher nicht. Angesichts der Tatsache, dass in Deutschland durchschnittlich die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter keinen Immunschutz aufweist, stellt die Parvovirus-B19-Infektion heute wohl neben den Zytomegalievirus-Infektionen die häufigste viruskorrelierte Komplikation während der Schwangerschaft dar.
Immunsupprimierte Patienten
In immunsupprimierten Patienten (angeborene Immundefizienzen, Transplantationspatienten, HIV-infizierte Personen) verlaufen die Parvovirus-B19-Infektionen meist chronisch persistierend und verursachen schwere, lebensbedrohende Erkrankungen (15, 20, 30). Außer schweren, chronischen Anämien, Retikulozytopenien und Neutropenien zählt hierzu die Erythroblastopenie (PRCA, pure red cell aplasia). Vor allem die PRCA ist in chemotherapeutisch immunsupprimierten Transplantationspatienten mit lebensbedrohenden Komplikationen verbunden. Bei dieser Patientengruppe findet man im Gegensatz zu immungesunden gehäuft Myokarditis, Perikarditis, akutes Herz- und Leberversagen, Meningitis und Enzephalitis. Man schätzt die B19-assoziierte Mortalität in Transplantationspatienten auf etwa sieben Prozent (41).
Diagnostik
Akute Infektionen weist man durch das Vorhandensein von Virusgenomen im peripheren Blut durch die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nach. Etwa eine Woche nach dem Kontakt mit dem Virus sind in der frühen Inkubationsphase noch vor dem Auftreten der ersten IgM-Antikörper gegen die Strukturproteine sehr große Virusmengen im peripheren Blut vorhanden (Grafik a). Da kein Zellkultursystem zur Züchtung der Erreger existiert, kann man die Viruspartikel nur durch Hämagglutinations- oder serologische Antigennachweistests nachweisen. Deutlich empfindlicher und daher heute üblich ist jedoch der DNA-Nachweis. Antikörper der IgM-Klasse sind ebenfalls ein Anzeichen für eine akute Infektion, nachweisbare Konzentrationen findet man frühestens etwa zehn Tage nach Viruskontakt. Eingesetzt werden hierzu ELISA- oder Western-Blot-Tests. Der Einsatz partikulärer Formen der VP2-Proteine als Antigen hat sich insbesondere in empfindlichen IgM-Capture-Tests und für den Nachweis von Antikörpern bewährt, die gegen konformationelle Epitope gerichtet sind. Bei einigen Patienten fällt die IgM-Konzentration allerdings sehr schnell wieder ab und bereits drei Wochen später sind diese Immunglobuline nicht mehr vorhanden. Deswegen sollte bei schwangeren Frauen zum sicheren Ausschluss einer akuten Infektion immer auch die Durchführung eines PCR-Tests in Erwägung gezogen werden.
IgG-Antikörper gegen die Strukturproteine und eine gleichzeitig negative PCR sowie negative Befunde bezüglich des IgM-Nachweises sind diagnostische Hinweise auf den Status einer abgelaufenen B19-Infektion mit erfolgter Eliminierung der Viren aus dem peripheren Blut. Personen mit diesen serologischen Parametern gelten als immun und sind vor einer erneuten Infektion mit Parvovirus B19 geschützt. Die IgG-Antikörper sind erstmals etwa zwei Wochen nach Kontakt mit dem Virus nachweisbar, sie steigen dann in ihrer Konzentration an und bleiben lebenslang erhalten (Grafik a). Ein Teil der IgG-Antikörper ist neutralisierend und an der Eliminierung des Virus aus dem peripheren Blut beteiligt. Deswegen sinken zusammen mit der Zunahme der IgG-Konzentrationen die nachweisbaren Viruskonzentrationen rasch ab. Bei den meisten Infektionen sind bereits vier Wochen nach Infektion keine Erreger mehr nachweisbar.
Bei den persistierenden Infektionsverläufen bleiben die Virusgenome im peripheren Blut über die PCR über längere Zeiträume von bis zu mehreren Jahren durch die PCR nachweisbar, wenn auch mit 103 bis 107 Genomäquivalenten pro Milliliter Blut in deutlich geringeren Konzentrationen als in den frühen Infektionsphasen (Grafik b). Bei den B19-assoziierten Arthritiden, den Myokarditiden und auch den Hepatitiden findet man die Viren oft nur in Biopsien der erkrankten Organe. Mit Ausnahme der immunsupprimierten Patienten sind zugleich auch IgG-Antikörper gegen die Strukturproteine und häufig auch gegen das NS1-Protein vorhanden (16, 31, 32). Letztere sind ein wichtiger serologischer Hinweis dafür, dass in den Personen eine chronische Parvovirus-B19-Infektion abläuft oder dass im Vorfeld eine B19-Infektion mit verzögerter Viruseliminierung stattgefunden hat.
Therapie
Bisher sind keine antiviralen Chemotherapeutika zur Behandlung der Parvovirus-B19-Infektion verfügbar. Es gibt auch keinen Impfstoff. Wie bereits oben erwähnt, müssen Patienten mit schweren Anämien und aplastischen Krisen möglichst umgehend mit Bluttransfusionen behandelt werden. Immunsupprimierte Patienten, die im Verlauf einer Organ- oder Knochenmarktransplantation akute oder persistierende B19-Infektionen entwickeln, werden mit Immunglobulinpräparaten therapiert, die hohe Konzentrationen B19-spezifischer Antikörper enthalten. In den meisten Fällen wird dadurch eine Regression der B19-assoziierten Symptome erreicht (6, 23).
Ein besonderes Problem in der Therapie akuter B19-Infektionen stellen B19-negative schwangere Frauen dar, die nach Kontakt mit B19-infizierten Personen serokonvertieren. Unabhängig davon, ob die Frauen im Verlauf der akuten Infektion selbst die Symptome einer frischen Parvovirusinfektion zeigen oder diese ohne Krankheitsanzeichen verläuft, kann das Virus auf den Fetus übertragen werden. Dieser kann während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters als Folge der Infektion einen Hydrops fetalis entwickeln, der in aller Regel zum Tod des werdenden Kindes und zum Abort führt. Auch ein Zusammenhang der fetalen Infektionen mit intrauterinem Kindstod ist beschrieben. Ist in einer schwangeren Frau eine akute B19-Infektion serologisch und/oder symptomatisch nachgewiesen, muss der Fetus in engmaschigen Ultraschallkontrollen auf die Ausbildung hydropischer Ödeme untersucht werden. Zugleich müssen dopplersonographische Untersuchungen zur Abschätzung des Anämierisikos im ungeborenen Kind durchgeführt werden. Weist das über Nabelschnurpunktion gewonnene fetale Blut Hämoglobinwerte von unter 10 g/dl auf, dann muss der Hb-Wert durch intrauterine Bluttransfusionen (20 bis 80 ml) angehoben werden. Ähnliches gilt, wenn im Ultraschallbild erste Ödeme erkannt werden. Letztendlich kann auch eine Blutaustauschtransfusion am werdenden Kind durchgeführt werden. Es zeigte sich, dass durch diese Vorgehensweise die Kinder ohne Ausbildung von Folgeerscheinungen gerettet werden konnten. Eine Aufstellung der Vorgehensweise beim Kontakt schwangerer Frauen mit B19-infizierten Personen ist in Textkasten 2 gegeben.
Neben diesen Möglichkeiten scheint es jedoch auch sinnvoll, bereits bei Diagnose einer akuten B19-Infektion der schwangeren Frau Immunglobulinpräparate zu verabreichen. Hierzu liegen zwar keine ausführlichen Studien sondern nur Fallberichte vor. Immunglobuline können aber ähnlich wie in immunsupprimierten Patienten geeignet sein, die Virämie während der akuten Infektion in schwangeren Frauen zu kontrollieren und somit die Übertragung auf den Fetus zu verhindern. In jeden Fall sollte jedoch zuerst die serologische Diagnosestellung einer frischen Parvovirus-B19-Infektion erfolgt sein.

Danksagung: Die Autorin dankt Prof. Dr. Hans Wolf, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universität Regensburg, und Priv.-Doz. Dr. Hartwig Lehmann, Rheumaklinik Bad Bramstedt, für das kritische Lesen des Manuskripts und für eine Vielzahl von Verbesserungsvorschlägen.

zZitierweise dieses Beitrags:
Dt Ärztebl 2001; 98: A 1620–1624 [Heft 24]

Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das über den Sonderdruck beim Verfasser und über das Internet (www.aerzteblatt.de) erhältlich ist.

Anschrift der Verfasserin:
Prof. Dr. rer. nat. Susanne Modrow
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Universität Regensburg
Franz-Josef-Strauß-Allee 11
93053 Regensburg
E-Mail: susanne.modrow@klinik.uni-regensburg.de


Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene (Direktor: Prof. Dr. med. Hans Wolf) der Universität Regensburg



Erkrankungen, die in Zusammenhang mit Parvovirus-B19-Infektionen auftreten Immunkompetente Personen
Häufig:
Ringelröteln (Erythema infectiosum), transiente Anämie, transiente Thrombozytopenie, transiente Granulozytopenie, Arthralgien/Arthritis
Selten:
Persistierende Thrombozytopenie, persistierende Granulozytopenie, Purpura Schönlein-Henoch, idiopathische thrombozytopenische Purpura, Panzytopenie, virusassoziiertes hämophagozytäres Syndrom (VAHS), akutes Leberversagen/Hepatitis, Myokarditis, Glomerulonephritis, Enzephalitis, Myelitis transversa
Patienten mit hämatologischen Grunderkrankungen
Schwere Anämie, aplastische Krise
Schwangere Frauen
Spontanabort, Hydrops fetalis, intrauteriner
Kindstod
Immunsupprimierte Patienten
Chronische Anämie, chronische Arthritis, chronische Thromboczytopenie, chronische Granulozytopenie, chronische Panzytopenie, Erythroblastopenie (pure red cell aplasia), Myokarditis/Perikarditis/akutes Herzversagen, akutes Leberversagen/Hepatitis, Meningitis/Enzephalitis


Abbildung 1: Kryoelektronenmikroskopische Aufnahme vom Parvovirus-B19-Partikel (VP2-Kapside). Links: Aufsicht auf die strukturierte Oberfläche der Partikel; rechts: Querschnitt durch ein Partikel. Bei infektiösen Viren ist der Hohlraum mit dem Genom ausgefüllt, das aus einzelsträngiger DNA besteht.


Abbildung 2: Manifestationen der Ringelröteln; a) feurig-rote Eruption auf den Wangen; b) Ringel- und girlandenförmiger Ausschlag auf den Extremitäten


Virusvermehrung, Antikörperbildung und Symptome im Verlauf der Parvovirus-B19-Infektion; a) akute Infektion; b) persistierende Infektion



Vorgehensweise bei Parvovirus-B19-Infektionen während der Schwangerschaft
Erhebung des Immunstatus
IgG/IgM gegen die Strukturproteine VP1 und VP2
Mögliche Ergebnisse:
1) IgG positiv/IgM negativ:
abgelaufene Infektion, Immunschutz vorhanden
2) IgG negativ/IgM positiv:
akute Infektion, kein Immunschutz
3) IgG negativ/IgM negativ:
Verdacht auf akute Infektion, kein Immunschutz, Wiederholung
Bei 2) plus 3):
Nachweis der Virus-DNA (PCR) im mütterlichen Blut, positives Ergebnis bei akuter Infektion
Beim Nachweis einer akuten B19-Infektion:
– engmaschige Ultraschallkontrolle
– Kontrolle des Hämoglobinwerts im fetalen Blut
– Kontrolle der Virus-DNA (Fruchtwasser und mütterliches Blut)
– Bestimmung von Antikörpern gegen NS1-Proteine
– eventuell Immunglobulintherapie
Beim Nachweis von Hb-Werten < 10 g/dl oder bei sich ausbildenden Ödemen (Wasseransammlungen) im Feten:
– Intrauterine Bluttransfusionen
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