ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2001Malarone jetzt auch zur Malaria- Prophylaxe zugelassen

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Malarone jetzt auch zur Malaria- Prophylaxe zugelassen

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1633 / B-1388 / C-1239

EB

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LNSLNS Seit 1997 ist Malarone®, ein Kombinationspräparat aus Atovaquon und Proguanil, zur Therapie der unkomplizierten Malaria tropica zugelassen. Ab sofort ist das Präparat auch für die Malaria-Prophylaxe indiziert. Die Zulassung basiert auf verschiedenen klinischen Studien, wonach Malarone die schwerste und häufigste Form der Malaria zuverlässig verhindert und auch gegen Plasmodien wirksam ist, die schon Resistenzen gegen die herkömmlichen Malaria-Medikamente zeigen.
Die Wirkstoffkombination aus Atovaquon und Proguanil wirkt synergistisch und an mehreren Angriffspunkten im Malaria-Zyklus. Resistenzen gegen andere Malariamittel beeinflussen die Wirkung von Malarone nicht negativ. Daher wird das Präparat gerade für die Malariavorsorge in Gebieten empfohlen, in denen sich Resistenzen gegen Chloroquin, Mefloquin oder andere herkömmliche Malariamedikamente entwickelt haben. In zwei großen Vergleichsstudien mit circa 2 000 Reisenden zeigte sich für Malarone, dass die Häufigkeit der neuropsychiatrischen Nebenwirkungen im Vergleich zu Mefloquin beziehungsweise die Häufigkeit der gastrointestinalen Nebenwirkungen im Vergleich zur Kombination aus Chloroquin und Proguanil signifikant niedriger waren. Das erhöhte auch die Compliance bei den Reisenden.
Ein weiterer Vorteil ist die verkürzte Einnahmedauer im Vergleich zu anderen Malariamitteln: Eine Tablette Malarone (GlaxoSmithKline) täglich einen bis zwei Tage vor, während und nur sieben Tage nach Aufenthalt in einem Malaria-Endemiegebiet. Bedingt durch die Wirkung von Malarone auch gegen die Leberschizoten von Plasmodium falciparum, braucht es nur noch sieben Tage nach Verlassen des Malaria-Gebietes genommen zu werden und nicht vier Wochen wie bei den herkömmlichen Malariamedikamenten. EB
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