VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2001; 98(24): A-1642 / B-1410 / C-1306

EB

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LNSLNS Prof. Dr. med. Günther Haenisch, Chirurg aus Hamburg, ehemaliger langjähriger Chefarzt der 1. Chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Barmbeck in Hamburg, starb am 23. April im Alter von 93 Jahren in Hamburg.
Haenisch, in Hamburg geboren, war zunächst Schiffsarzt, dann von 1939 bis 1945 Sanitätsoffizier und Chirurg im Feldheer, von 1945 bis 1947 war Haenisch in Kriegsgefangenschaft. Er erwarb 1947 den Facharzt für Chirurgie und 1955 den Facharzt für Urologie. Von 1960 an war er Chefarzt der 1. Chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhaus Barmbeck. Haenisch war lange Jahre berufspolitisch aktiv, so war er von 1953 bis 1961 Mitglied des Vorstandes des Landesverbandes Hamburg des Marburger Bundes (MB), von 1953 bis 1959 dessen 1. Vorsitzender. 1955 bis 1961 war er Mitglied des Bundesvorstandes MB, von 1957 bis 1961 war er 2. Bundesvorsitzender. Er war von 1955 bis 1961 Vertreter des MB im Vorstand der Bundes-ärztekammer und im Präsidium des Deutschen Ärztetages. Auch im Krankenhausausschuss der Bundes­ärzte­kammer hat er mitgewirkt. Seit 1954 war er Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Hamburg und war im Facharztausschuss der Hamburger Ärztekammer tätig. Auch im Verband der leitenden Krankenhausärzte (Chefarztverband) war er berufspolitisch engagiert. Von 1966 an gehörte er dem Vorstand des Landesverbandes Hamburg und dem Gesamtvorstand des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V. an. Er war lange Jahre Schriftleiter von „Arzt und Krankenhaus“. In Anerkennung seines außerordentlichen Einsatzes im Dienste der Ärzteschaft und seiner berufspolitischen Meriten erhielt Haenisch während des Deutschen Ärztetages im Mai 1977 die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft.

Prof. Dr. med. Hansjakob Mattern, Arzt für Allgemeinmedizin in Heidelberg, Honorarprofessor für Allgemeinmedizin an der Heidelberger Universität, starb am 21. Mai im Alter von 89 Jahren in Heidelberg.
Mattern zählte zu den Pionieren der Allgemeinmedizin in Deutschland. Er war seit 1947 in Heidelberg als Allgemeinarzt niedergelassen. Seit Ende der Sechzigerjahre wirkte er an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg als Lehrbeauftragter, seit 1976 als Honorarprofessor. Auch in der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin e.V. war Mattern aktiv. Er hat mehr als 100 Veröffentlichungen und Buchbeiträge zu allgemeinmedizinischen Themen veröffentlicht. In Anerkennung seines Wirkens und seines Einsatzes im Dienste der Ärzteschaft ist er vielfach geehrt worden, so unter anderem 1979 mit der Albert-Schweitzer-Medaille der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg, 1983 mit der Hippokrates-Medaille und 1984 mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft, verliehen während des Deutschen Ärztetages. EB
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